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. und iſt die Rechnung falſch, ſo wird ſie wohl Gott ausgleichen.“
Cäcilia hatte ebenſo raſch das kleine Mädchen auf ihren Stuhl geſetzt.
Andere Seſſel wurden herbeigezogen, man verbat ſich die Dankſagungen der Wittwe und alle aßen fröhlich von der guten Speiſe.
Aber ſobald die arme Frau ihren erſten Hunger geſtillt hatte, betrachtete ſie mit unbeſchreiblicher Zärtlich⸗ keit ihr Kind, das ſorglos und glücklich die Erdäpfel und den Speck genoß. Stille Thränen rollten aus ihren Augen.
Alle betrachteten ſie mit Staunen, als wollten ſie ſie über die Urſache dieſes Kummers befragen. Cäcilia allein verſtand ſie und ſagte:
„Ihr habt noch andere Kinder, Frau?“
„Ja, liebes Fräulein, antwortete die Wittwe, „noch zwei. Und die andern Schäfchen, die armen, ſitzen allein zu Hauſe, ohne Feuer..... ſie haben in acht Tagen noch nichts gegeſſen, als ein Bischen Roggenbrot!“
„Aber warum ſchießen Euch die Thränen ſo plötzlich aus den Augen? fragte Wanna.
Die Frau ſenkte den Kopf und antwortete, ohne aufzuſeben:
„Eine Mutter.... Ihr könnt' das nicht begreifen, Mädchen.— Es ſchmerzt mich, wenn ich mein Mieken ſo eſſen ſehe. Die armen Lämmer, die zu Hauſe geblieben ſind, haben ſo großen Hunger....“
1 et ſtand plötzlich auf, wiſchte ſich den Mund und agte:
„Ich begreife es ganz gut.“ furt Und indem er ſich an die Mutter wandte, fuhr er
vrt:...
„Mutter, ich werde alle Tage zwei Stunden länger arbeiten und Sonntags nicht mehr ins Wirthshaus gehen . Aber dann mußt Du auch erlauben, daß die


