Druckschrift 
Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und dann hen wir,

r noch in

ſchon in

Monats. auf dieſen

it außer⸗

der Mut⸗ hren Blick

2 lachte n dächie,

ſo ausge⸗ keude ſein braten, Räthſel Bart. weßhalb r Mutter

eenmachen eißt Du. an Pacht Ich hab; fen bereit riege von Morgen eifen ab,

21

ich werde bezahlt, und kann von dem Geld etwas bei Seite ſchaffen, ohne daß die Mutter es merkt. 1

Pfui, Bart, fiel ihm das Mädchen unwillig in das Wort,ich werde es gleich der Mutter ſagen.

Nicht ſo raſch zu Pferd, Wantje! Laß mich aus⸗ reden, und wenn Du nicht ſelbſt vor Freude tanzeſt, ſo darfſt Du mich einen Lügner ſchelten. Haſt Du nicht geſehen, Wanna, daß der Mutter Halstuch abgeſchaben iſt, und daß ſie ſo arm ausſieht. Ich ſchäme mich bei⸗ nahe, wenn ich ſie damit in die Kirche gehen ſehe.

Ja, Bart, das iſt wohl wahr, daran habe ich auch ſchon gedacht.

Dieſe Worte ſchienen den Jüngling zu freuen. Er antwortete mit Begeiſterung:

Nun, Wanna, weißt Du was?

Nein.

Ich will der Mutter ein großes ſchönes Halstuch kaufen, ſo ſchön, daß die Frau Meulemans vom Schloß⸗ hofe kein ſchönres haben ſoll. Ganz mit Blumen, roth, gelb, blau, daß man ſie von hier bis an die Kirche ſehen kann!

Das Mädchen ergriff ihres Bruders Hand und ſagte mit ſtiller Rührung:

Ach, das iſt brav, Bart. Was wird die Mutter eine Freude haben!

Ja, liebe Schweſter, fuhr der glückliche junge Mann fort:das iſt noch nicht Alles. Wir müſſen Blu⸗ men haben, ich weiß drei Lieder, vier Geſchichten und ſieben Räthſel, aber ganz nagelneue. Ich habe ſie mit Fleiß gelernt und auf den Tag der Beſcherung für die Mutter geſpart. Ach, Wantje, Wantje, was werden wir lachen und ſingen und luſtig ſein. Die Thränen kommen mir in die Augen, wenn ich daran denke, wie die Mutter daſtehen wird, wenn Cäcilia ihr mitten im Winter einen ganzen Korb friſcher Blumen bringt, und ihr das ſchöne Halstuch um die Schultern hängt.