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„Das halbe Pfund iſt bereits wieder beinahe auf⸗ gezehrt,“ war die Antwort.
„Aufgezehrt? Wir müſſen alſo ſchon wieder einen halben Silberfranken an ihre Ausſchweifung rücken? Ach Gott, ach Gott!“
„Morgen, Jan⸗Ohm.“
Thys ſah mit verborgener Freude, wie der Greis in der Verzweiflung die Hände an den Kopf ſchlug und ſich krümmte. Ein ſonderbares Lächeln lief über ſein häßliches Geſicht, indem er fortfuhr:
„Ja, glaubt es oder glaubt es nicht, Jan⸗Ohm, aber ich ſage die Wahrheit. Cäcilie wird bei Mutter Ann in Grund und Boden verdorben. Sie geben ihr dort lauter üppiges Eſſen, ſie zünden ein Feuer an, daß man das Haus damit abbrennen könnte, und ſpotten über uns, um ihr Abſcheu gegen uns einzuflößen. Daß Cäcilia immer außer dem Hauſe iſt und ſich beträgt, als ob das Geld auf Eurem Rücken wüchſe, das iſt nur die Schuld der Wittwe; aber die ſcheinheiligen Leute wiſſen wohl, was ſie thun! Es iſt nur Geld, das ſie auf Zinſen legen und das ihnen tauſend vom Hundert bringen muß.“
„Nun, Thys, Mutter Ann iſt arm; bei dem Tode ihres Mannes konnte ſie die Kirchenſporteln nicht mal bezahlen;— freilich mußte ſie einen hartholzenen Sarg haben und vier Meſſen leſen laſſen. Du ſprichſt von Geld, von Verſchwenden, von auf Zinſen legen? ich be⸗ greife das nicht.“
„Seht, Jan⸗Ohm,“ antwortete der Andere mit verſtelltem Kummer,„ich mag es nicht verſchweigen, es liegt mir ſchon lange auf dem Gewiſſen! Und dann, die Liebe, die ich meinem Wohlthäter ſchuldig bin, gebietet mir..
„Was bedeuten dieſe unheimlichen Worte? Du machſt mir bange!“
„Es iſt Grund genug vorhanden, armer Jan⸗Ohm!— Horcht nur, ich will Euch etwas ſagen, das Euch ſtaunen


