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Die arme Frau kehrte ſich um und wollte die un⸗ herbergſame Wohnung verlaſſen: aber ſei es nun, daß Thys es aus bloßer Bosheit that, oder daß die Bettlerin nicht raſch genug fortging, er ſtieß ſie und ihr Kind ſo derb in den Rücken, daß das arme Mädchen in den Schnee fiel und laut zu ſchreien begann. Mit zornglü⸗ henden Augen und drohendem Finger ſagte die Mutter:
„Das wird Euch Gott lohnen, Böſewicht!“
Aber Thys, ohne ihre Drohung zu beachten, ſchlug die Thüre mit heftiger Gewalt hinter ihr zu und kehrte lachend zum Tiſche zurück.
Nach einer Reihe von Verwünſchungen gegen Bettler, Diebe und Faulenzer, fuhren ſie wieder ruhig mit ihrem Frühſtücke fort. Der Ohm fragte:
„Wie findeſt Du den Brei?“
„O, ſehr ſchmackhaft, Jan⸗Ohm! Und Cäcilie, die Verwöhnte, ſie nennt es Hundekoſt!“
Man konnte es an ſeinen Augen ſehen, daß er den Namen Cäcilie mit Abſicht nannte.
„Aber Thys, ſiehſt Du nicht, daß Cäcilie immer mehr vom rechten Pfad abirrt?“ fragte der Greis.„Sie wird üppig, hoffärtig in ihren Kleidern, verſchwen⸗ deriſch....“
„Ob ich es ſehe, Jan⸗Ohm! Ich ſpreche nur ſelten davon; denn Cäcilie iſt Euer Zuckerkind; ſie darf thun, was ſie will: Butter eſſen, ſchöne Kleider tragen, Feuer anzünden, Geld weggeben! Ich hab' Mitleiden mit Euch, Jan⸗Ohm, und erſchrecke, wenn ich daran denke, welch' böſe Folgen dieſe blinde Liebe zu ihr noch nach ſich ziehen kann; aber ich habe noch mehr Mitleiden mit unſerer armen Cäcilie, die verführt wird und auf der ſchlechten Bahn nach und nach zu Grunde geht.“
„Wie viel iſt noch von der Butter übrig, die Du vergangene Woche gekauft?“ fragte der Oheim in Ge⸗ danken verſunken.


