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Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
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Nach Verlauf von noch einigen Augenblicken nahm er das eiſerne Blaſerohr und blies an dem Torfe, bis eine blaue Flamme aus dem Heerde aufſtieg.

Der Alte faßte ſieberhaft ſeine Hand, um ihn zurück⸗ zuhalten und ſprach zitternd:

Wie, was thuſt Du, Thys(Matthias)? Hör' auf! Iſt der Torf nicht raſch genug abgebrannt, daß Du ihn auch noch in Stücke blaſen mußt? Haſt Du denn kalt?

Im Gegentheil, antwortete Thys,aber es ſchlägt acht Uhr auf der Kirchenglocke: es iſt Zeit, daß wir unſer Frühſtück nehmen.

Nun?

Ich meinte nur, warm' Eſſen würde Euch gut thun, Jan⸗Ohm.

Warm' Eſſen ſchwächt den Magen, murmelte der Alte.Und dann iſt auch der Torf ſo entſetzlich theuer!

Indeſſen hatte Thys den Topf auf den Tiſch geſetzt und dem Oheim einen Löffel gegeben. Dieſer rührte in dem Topfe und blies hinein, als fürchtete er, ſich an der Koſt zu brennen. Obwohl der Oheim mit großer Eßluſt und gierigem Lächeln die duftenden Dämpfe ein⸗ zuathmen ſchien, ſah es doch keineswegs ſehr appetitlich aus; denn es war nichts anderes, als warmes Waſſer, in welchem große Stücke ſchwarzen Brotes ſchwammen.

Bei dem erſten Löffel, den er an ſeine Lippen brachte, ſah der Greis ſeinen Kameraden mit vorwurfs⸗ vollem Blicke an und ſagte:

Thys, Thys, ich weiß nicht, wie Du ſo für das Salz ſein kannſt!

Nur fünf Körner, Jan⸗Ohm. Und, was ſehe ich da? Fett? Butter zu dem