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Der Ausdruck in des Vaters Antlitz hatte ſich nicht verändert, doch ſchien ſein Blick allmälig die Strenge zu verlieren.—
„Nun denn!“ rief Guſtav begeiſtert.„Nichts auf Erden ſoll mir meine Lenora entreißen, ſelbſt nicht die Macht des Vaters, denn Gott hat ſie mir gegeben!“
Er ließ ſich zu den Füßen des Vaters nieder, erhob ſeine Hände zu ihm und rief:„Vergebung— nein, nein! Sie können mir dieſen Todesſtreich nicht geben! Vater, um Gotteswillen, geben Sie mir Ihren Segen!“
Herr von Vlierbeke ſchien den Jüngling zu vergeſſen und hob den Blick zum Himmel. Allmälig wurde ſeine Stimme verſtändlich.
„Margaretha, Margaretha!'“ rief er gerührt und mit Thränen in den Augen,„ſieh herab auf mich, mein Verſprechen iſt erfüllt— Dein Kind wird glücklich ſein auf Erden!)
Und als Guſtav und Lenora, bebend vor Hoffnung, ihm ins Auge blickten, hob er den Jüngling auf und küßte ihn innig.
„Guſtav,“ ſagte er,»mein theuerer Sohn, der Him⸗ mel ſegne Deine Liebe. Mache mein Kind glücklich— ſie iſt Deine Braut!
„Guſtav mein!“ rief das Mädchen überglücklich, während ſie zu gleicher Zeit den Vater und den Geliebten ans Herz drückte.
Der erſte Kuß der Beiden wurde an des Vaters Bruſt gewechſelt, während der Greis die Häupter ſeiner Kinder mit Thränen netzte und ſegnend ſeine Hände über ſie ausſtreckte.
Der arme Edelmann


