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Der arme Edelmann / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Dr. Hans Wachenhusen
Entstehung
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Und nun, liebe Leſer, muß ich Euch bekennen, daß ich Euch die Lage und ſelbſt den wahren Namen des Schloſſes des Herrn von Vlierbeke aus guten Gründen verborgen habe, und daher wird Niemand von Euch errathen können, wo Guſtav mit ſeiner ſchönen Gattin wohnt.

Was mich betrifft, ſo habe ich Herrn und Frau Denecker geſehen und geſprochen, und bin ſelbſt mit ihren zwei Kinderchen und mit Herrn von Vlierb eke, dem Großvater, auf Grinſelhof umher gewandelt.

Das bezaubernde Gemälde ihres häuslichen Glückes ſteht mir noch immer vor der Seele, wie ich es dort geſehen, als der alte Edelmann, im Garten auf einer Bank ſitzend, ſeinen zwei ſpielenden Enkelchen ſchon damals die Naturkräfte, die auf der Erde wirkſam ſind, begreiflich zu machen ſuchte; wie die kleine Adeline ihm auf den Schooß kroch, um ihm die Wangen zu ſtreicheln, während der unruhige Iſidor mit wilden Sprüngen auf ſeinem Beine ritt, und wie endlich Herr Denecker und ſeine Gattin dabei ſtanden, und im ſeligen Bewußtſein ihres Glückes auf das des Großvaters und das heitere Spiel ihrer Kinder hin⸗ ſchauten.

Wer mir dieſe Geſchichte erzählt hat, das ſage ich nicht, ſondern verſichere nur, daß ich alle Perſonen, die in derſelben eine Rolle ſpielen, kenne, und ſelbſt mehr als ein⸗ mal zu Tiſche geſeſſen habe bei Baes Jans dem Pächter, ſeiner Frau Beth, und ſeinem Mädchen Kaet, die gern ein wenig plaudern und ſich von ihren Wohlthä⸗, tern unterhalten.

Ende.