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nehmen können. Ja, Vater, das ſagte ſie, ich erinnere mich jedes ihrer Worte noch!*
Lenora ſprang auf, um ihren Vater zu umarmen. »Was ſagſt du nun, Vater 2 fuhr ſie fort.„Lehrmädchen, mein eigener Herr, einen Laden, ein Dienſtmädchen... Du führſt dann die Bücher und kaufſt die Waaren ein, und ich ſtehe im Laden und beaufſichtige die Mädchen! O Gott, wie ſchön iſt es doch, glücklich zu ſein und zu wiſſen, daß man Alles ſeinen eigenen Händen zu verdanken hat!— O! Du ſollſt in deinen alten Tagen noch heiter ſein!»
Der Vater lächelte, er ließ ſich durch die ſchönen Bilder, welche ſeine Tochter vor ihm aufrollte, ſo gern umgaukeln; dann aber ſchüttelte er doch ſcherzend den Kopf.
„»Lenora,“ ſagte er,„Ich habe wie ein Kind an dei⸗ nen Lippen gehangen und an das verheißene Glück ge⸗ glaubt; wie es auch kommen möge, wir haben Gott zu danken... Doch jetzt laß uns ernſt ſein: Der Schuh⸗ macher hat mir ſchon wieder von der Hausmiethe geſagt— zwanzig Franken ſind wir ihm noch ſchuldig, nicht wahr?“
„Ja, zwanzig Franken für Miethe und zwölf im La⸗ den. Das iſt Alles. Sobald dieſe Hemden genäht ſind, wollen wir ihm etwas auf Abſchlag zahlen, und er wird zufrieden ſein. Den Laden wird er uns ja noch borgen. Ich habe zwei und einen halben Frank für meine letzte Arbeit erhalten; Du ſiehſt alſo, Vater, wir ſind noch reich, und eh' vier Wochen verſtrichen ſind, haben wir keine Schulden mehr.“*
Des Vaters Blick war wieder heiterer geworden.„Ich habe auch ein wenig Arbeit,“ ſagte er, das Papier auf dem Tiſch aufrollend;»ſie wird mir in einigen Tagen vier Fran⸗ ken eintragen. Herr Profeſſer Delſaux hat mir einige Muſikalien gegeben, die ich für ſeine Schüler abſchreiben
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