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um mich aufrecht zu erhalten. Der Himmel vergelte Dir ſo viel Liebe!— Ich habe mich in der Erziehungsanſtalt des Herrn Roncevaur angeboten, meinen engliſchen Un⸗ terricht wieder fortzuſetzen; aber während meiner Krank⸗ heit iſt ein Engländer damit beauftragt worden, und auch dieſes Stück Brot iſt uns jetzt wieder entriſſen!»
„Und der deutſche Unterricht bei Fraͤulein Pauline!“
»Die iſt nach Straßburg gezogen und kehrt nicht zu⸗ rück. Alſo Alles mit einem Male verloren, Lenora! Du ſelbſt erbleichſt bei dieſer Hiobspoſt, wie ich ſehe.“
In der That hatte das Mädchen die Augen nieder⸗ geſchlagen, die Worte des Vaters aber riefen ſie wieder wach.
„Ich dachte nur an die Verlegenheit, welche Dir dieſe Zurückweiſung bereitete, mein Vater!“ ſagte ſie, ſich hei— ter ſtellend.„Doch ſei gutes Muthes, Vater, ich habe frohe Nachrichten!“
„»So? Du machſt mich neugierig!“
„Siehſt du dort des Leinen?v ſagte Lenora, nach dem Stuhl zeigend.„Zwölf Hemden ſoll ich nähen— feine Hemden! Und wenn dieſe fertig ſind, bekomme ich noch einmal ſo viel, das gibt guten Verdienſt, und ich weiß
auch noch was Beſſeres; aber das iſt nur erſt eine
Hoffnung!“
Das Mädchen hatte dieſe Worte ſo heiter geſpro⸗ chen, daß der Vater unter dem Einfluß ihrer Begeiſterung ebenfalls lächeln mußte.—»Nun, fragte er,„was iſt es denn, das Dich ſo glücklich macht?
„Das wirſt Du nicht errathen!“ antwortete ſie wieder an ihre Arbeit zurückgehend und ſcherzend.„Weißt Du, Vater, wer mir dieſe Arbeit verſchafft hat? Es iſt die reiche Frau hier um die Ecke; ſie hat mich heute Morgen
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