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Der arme Edelmann / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Dr. Hans Wachenhusen
Entstehung
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»Dank Dir, Gott! rief er die Hände faltend,ſie iſt mir wiedergegeben!

»Ach, lieber Herr,» rief Frau Jans in größter Spannung,ſind es gute Nachrichten?»

»Ja, freuet Euch, Frau Jans freuet Euch mit mir! Lenora lebt, ich weiß, wo ſie iſt! Ich eile ſie zu holen! Damit lief er faſt ſinnlos vor Freude in's Haus und rief in aller Eile die Knechte und Bedienten zuſammen.

»Meinen Reiſewagen! die engliſchen Pferde! Meinen Mantelſack und Mantel eilt, fliegt!*

Und ſelbſt mit Hand an's Werk legend, trug er, was zur Reiſe nöthig war, in den inzwiſchen vorgefahrenen Wagen. Wie vom Winde getragen, eilte in den nächſten Minuten die Equipage durch das Thor und jagte den Staub der Ant⸗ werpner Straße in dicken Wolken himmelwärts.

XI.

Auch wir gehen im Geiſte nach der franzöſiſchen Stadt Nancy auf die Reiſe, um Herrn von Vlierbeke und ſeine Tochter zu ſuchen.

Dort angekommen, durchkreuzen wir eine Anzahl der Straßen in der ſogenannten Altſtadt und bleiben endlich vor einem großen Schuhmacherladen ſtehen denn hier finden wir, was wir ſuchen.

Wir gehen durch den Laden, die Treppe hinauf noch eine Treppe, und jetzt in die kleine Thür.

Hier ſieht es nur ärmlich aus, obgleich Alles zierlich und ſauber iſt. Die Vorhänge des Bettes ſind ſchneeweiß, der geriſſene Ofen iſt mit Kobalt glänzend geſtrichen und der Fußboden nach vlämiſcher Weiſe mit Sand beſtreut. Vor dem offenen Fenſter ſtehen Maßlieben und Violen,