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Der arme Edelmann / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Dr. Hans Wachenhusen
Entstehung
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rem Aeußern können Sie auf die Hand einer ſehr reichen Erbin Anſpruch machen, Ihr Vermögen verdoppeln...*

Guſtav hatte ihm ungeduldig zugehört, bald aber die Augen abgewandt, um an etwas Anderes zu denken. Plötzlich wandte er ſich wieder zu dem Notar.

Es iſt gut!» ſagte er, ihn unwillig unterbrechend. »Thun Sie Ihre Pflicht, Herr Notarius, das Uebrige iſt meine Sache. Sagen Sie mir, wem gehört Grin⸗ ſelhof jetzt 2

Der Notarius ſchien unangenehm berührt, daß ſeine Vernunftgründe ſo wenig Eindruck machten, ſuchte aber ſeinen Verdruß unter einem Lächeln zu verbergen.

Ich ſehe,» ſagte er,daß Sie feſt entſchloſſen ſind. Grinſelhofiſt durch die Hypothekenbeſitzer angekauft, weil der Belauf der Hypotheken offenbar bei dem Ver⸗ kauf nicht zu erreichen war.

»Wer bewohnt es jetzt?

»Es iſt unbewohnt geblieben. Zur Winterszeit wagt man ſich nicht hinaus.

Es würde alſo den Eigenthümern verkäuflich ſein?

Gewiß. Ich ſelbſt bin bevollmächtigt, es für den Be⸗ trag der Hypotheken zu veräußern.

»So iſt Grinſelhof mein! Haben Sie die Güte, Herr Notar, die Eigenthümer unverweilt davon in Kennt⸗ niß zu ſetzen.

Wie Sie befehlen, Herr Denecker. Betrachten Sie Grinſelhof von heute an als Ihr Eigenthum. Sollten Sie inzwiſchen den Wunſch hegen, das Gut zu beſichtigen, ſo finden Sie die Schlüſſel bei dem Pächter.

Guſtav griff jetzt nach ſeinem Hut, um ſich zu entfernen.

»Ich bin ermattet und bedarf der Ruhe, ſagte er, dem Notar freundlich die Hand reichend.Auch bin ich zu