Druckschrift 
Der arme Edelmann / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Dr. Hans Wachenhusen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

im voraus für Ihr Vertrauen. Aber wie iſt es denn eigentlich mit der Hinterlaſſenſchaft? Iſt ein Teſtament da?*

Dieſe Frage ſchien trübe Erinnerungen in Guſtav rege zu machen, denn ſein Antlitz nahm plötzlich einen ganz andern Ausdruck an, waͤhrend er mit der Hand in der Taſche ſuchte.

»Ich bedauere Ihren Verluſt von Herzen, fuhr der Notar fort, da er den Eindruck ſeiner Worte gewahrte. Ihr braver Oheim war mein Freund und ich bedauere ſei⸗ nen Tod ebenſo innig wie Sie. Fern von ſeinem Vaterlande rief Gott ihn zu ſich; es iſt ein großes Unglück, doch iſt dies ja das Los des Menſchen. Wir müſſen uns tröſten in dem Gedanken, daß wir ja Alle ſterblich ſind.... Doch Ihr Oheim hatte Sie außerordentlich lieb, ohne Zweifel wird er Sie in ſeinem letzten Willen nicht ver⸗ geſſen haben!

Leſen Sie dies, und Sie werden ſehen, was er von mir hielt!» antwortete der Jüngling, ein kleines Bündel Papiere auf den Tiſch legend.

Der Notar begann die Papiere zu durchfliegen. Der Inhalt derſelben mußte ihn ſehr überraſchen, das ſah man ſeinem immer erſtaunter werdenden Geſicht an.

Laſſen Sie mich Ihnen Gluͤck wünſchen, Herr De⸗ necker!y rief er ſich vom Stuhl erhebend mit einer gewiſſen Ehrerbietung.Dieſe Papiere ſind ſicher und unanfecht⸗ bar. Alleiniger Erbe! Aber wiſſen Sie denn auch, daß Sie jetzt mehr als eine Million beſitzen?

Wir wollen ein andermal davon ſprechen! fiel ihm Guſtav ungeduldig ins Wort...Ich kam bei meiner Ankunft hier zuerſt zu Ihnen, um Sie uüm einen Dienſt zu erſuchen.*

Befehlen Sie, Herr Denecker!*

Herr

meine

Wohlt beſſer und ſe zur Un deſtow * gen, Ehrge Ohein ſich ei der E Schul Wertl an, o

mich richt,

wird det,

ſagen hof nes L