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im Reiſecoſtume ſprang heraus und eilig in das Haus des Notars.
»Herr Notarius zu Hauſe?“ fragte er ungeſtüm den Bedienten. Dieſer aber meldete ihm, daß ſein Herr erſt nach einigen Minuten zu ſprechen ſei, führte den Fremden in ein Zimmer und bat ihn, hier zu warten.
Der junge Mann ſchien ſehr verdrießlich über dieſe Zö⸗ gerung und warf ſich unwillig in den Lehnſtuhl. Trübe ſchaute er zu Boden und ſchien in tiefes Nachdenken zu verſinken. Allmälig aber erheiterte ſich ſein Antlitz wieder, ein ſtil⸗ les Lächeln zitterte über ſeine Lippen.
»Wie bebt mein Herz vor Verlangen,“ ſprach er leiſe vor ſich hin.„Wie ſüß die Hoffnung, ſie noch heute wieder⸗ ſehen zu können; heute noch den Lohn meiner Standhaf⸗ tigkeit, eine Entſchädigung für ſechs traurige Monate zu er⸗ halten; heute noch vor ihr niederknieen, ihr ſagen zu kön⸗ nen: Lenora, meine ſüße Braut, hier iſt die Einwilli⸗ gung in unſere Verbindung; ich bringe Dir Reichthum, Liebe und Seligkeit! Ich kehre zurück, um das Alter Dei⸗ nes Vaters zu verſüßen, um mit Euch beiden in Eurem Himmel zu leben...
Während dieſer Worte hatte er unter dem Sturm ſei⸗ ner Gefühle den Stuhl verlaſſen. Plötzlich glaubte er im Nebenzimmer Gerauſch zu hören. Er bemeiſterte ſeine Auf⸗ regung und nahm eine ruhige, freundliche Miene an.
Der Notarius trat mit ernſter, feierlicher Miene in's Zimmer; kaum aber hatte er den Jüngling gewahrt, als er ihm mit großer Herzlichkeit die Hand reichte.
»Willkommen, Herr Guſtav'y rief er.„Ich erwarte Sie ſchon ſeit einigen Tagen und bin wirklich erfreut, Sie wieder zu ſehen. Ohne Zweifel haben Sie mit mir einige wichtige Angelegenheiten zu ordnen und ich danke Ihnen


