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welcher ein dickes Gebüſch den Horizont begraͤnzte; er
wußte, daß hinter dieſem Gebüſch Grinſelhof ſeinen Augen für immer entſchwinden werde.
Noch einmal wandte er von hier den Blick nach dem Landgut, wo die Wiege ſeiner Väter und auch die ſeinige geſtanden. Was in ſeiner Seele vorging, ahnte Lenora wohl, denn ſie ſah den Vater zittern. Auch ſie fühlte die Kraft nicht, ihn aus dieſer ſchmerzlichen Betrachtung zu reißen. Endlich fielen zwei glänzende Thränen aus ſeinen Augen. Lenora fiel ihm um den Hals, küßte die Thränen von ſeinen Wangen und zog ihn unter allerlei Troſtesworten in das Gebüſch.
IX.
Kaum war der Edelmann acht Tage von Grinſel⸗ hof fort, als ein Brief von Gu ſtav aus Italien anlangte. Der Poſtbote wollte von dem Pächter erfahren, wohin ſich der frühere Eigenthümer von Grin ſelhof begeben, doch war hierüber keine Auskunft zu erlangen, weil Niemand wußte, wo der Edelmann mit ſeiner Tochter geblieben. Eben ſo vergeblich wurde der Notar befragt.
Man legte daher den erſten Brief, ſo wie auch drei oder vier folgende auf der Poſt nieder, und kein Menſch be⸗ kümmerte ſich weiter um das Schickſal des Edelmannes, au⸗ ßer dem Paͤchter von Grinſelhof, der jeden Freitag, wenn er zu Markte fuhr, die Leute der übrigen Dörfer fragte, ob ſie nicht ſeinen frühern Herrn geſehen. Aber Niemand wußte, was aus ihm geworden.
So waren etwa vier Monate verſtrichen, als eines Morgens eine elegante Extrapoſt vor dem Hauſe des No⸗ tars hielt. Die Wagenthür öffnete ſich, ein junger Mann
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