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„verſchmähen Sie meine geringe Hilfe nicht!“ Dabei zog er eine Lade auf und zeigte ihm einen Haufen Silbergeld. „Sehen Sie,“ fuhr er fort,„dies iſt noch nicht der hun⸗ dertſte Theil von dem, was wir Ihnen zu danken haben. Erzeigen Sie mir die Gnade, und nehmen Sie dieſes Geld; kann es Ihnen auch nur einigen Schmerz erſpa⸗ ren, ſo will ich ewig Gott dafür danken.“
„Habt Dank, mein braver Freund,v antwortete der Edelmann mit Thränen in den Augen,„ich muß es Euch abſchlagen. Laßt uns wieder zurückgehen. Ich nehme nichts!“
„Aber wohin wollen Sie ſich denn wenden“ rief der Pachter; vum Gotteswillen, ſagen Sie mir dies we⸗ nigſtens.»
„Das iſt mir nicht möglich, ich weiß es ſelbſt nicht, und wüßte ich es, ſo würde mir die Vorſicht Schweigen ge⸗ bieten.“
Mit dieſen Worten trat der Edelmann wieder in das andere Zimmer, wo er Alle, auch Lenora, in Thränen fand. Das Mädchen hing an den Halſe der Pächterfrau, die ihre Hand weinend an ihre Lippen drückte.
Der Vater ſah, daß dieſem trüben Gemälde ein Ende gemacht werden müſſe; er ſprach mit tiefem Nachdruck ei⸗ nige Worte zu ſeiner Tochter, worauf dieſe ſich von der Pächterfrau trennte. Man drückte ſich gegenſeitig die Hand, gab ſich den Abſchiedskuß; dann nahmen Vater und Tochter jeder das Päckchen in die Hand und ſchritten über die Brücke von Grinſelhof in die Heide hinein.
Lange ſchaute ihnen mit Thränen in den Augen die Päͤchterfamilie nach, bis ſie die Scheidenden an einer Ecke des Weges verſchwinden ſahen.
Der Vater war ſchweigend den Heidepfad dahinge⸗ ſchritten und blieb endlich auf einer Höhe ſtehen, hinter


