Druckschrift 
Der arme Edelmann / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Dr. Hans Wachenhusen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Hoffnung liege, daß ſie dennoch dereinſt die ſeinige werde; auf der andern Seite war aber ſein Schreiben keineswegs ſo ermuthigend, da er klagte, daß ſeine Bitten beim Oheim bisher noch immer erfolglos geblieben ſeien.

Der Vater hatte die Briefe gleichgiltig bei Seite gelegt; er verbarg Lenora indeß nicht, daß er für eine mögliche Verbindung mit Guſtav keine Hoffnung mehr ſehe, und es alſo für ſie rathſam ſei, dieſe unglückliche Liebe zu vergeſſen, um ſich ferner keinen Kummer deßhalb zu bereiten.

Lenora ſelbſt war uüberzeugt, daß ſie jetzt, wo ihres Vaters Armuth offenbar geworden, alle Erwartungen auf⸗ geben müſſe, und dennoch war es für ſie ein ſo beſeligendes Gefühl, zu wiſſen, daß Guſtav ſie noch immer liebe, daß er, deſſen Bild ihr Herz erfüllte und ihre Träume belebte, fort⸗ während an ſie denke und um ſeine Abweſenheit trauere.

Auch ſie, ihrem Verſprechen getreu, nannte ſeinen Na⸗ men ſo oft in ihrer Einſamkeit, ſo manche Seufzer hörte der Katalpa-Buſch, als vertraue ſie dem Winde dieſelben an, ſie nach milderen Himmelsſtrichen zu tragen. Sie wie⸗ derholte ſich im Stillen ſeine ſchönen Geſtändniſſe, und grü⸗

belnd in ihren Spaziergängen durch die ſchattigen Pfade

blieb ſie gewöhnlich an jedem Platze ſtehen, wo ein Wort, ein Händedruck, ein Blick von ihm ihr geſtanden hatte, was in ſeinem Inneren lebe.

Als habe das Schickſal beſchloſſen, ihn durch alle mög⸗ lichen Schläge auf einmal daniederzudrücken, empfing der Vater jetzt eine Nachricht aus Amerika, in welcher ihm der Tod ſeines Bruders gemeldet wurde. Der Arme war nach langſamem Hinſchwinden ſeiner Kraͤfte in den Wildniſſen oberhalb der Hudſons⸗Bai geſtorben. Herr von Vlierbeke trauerte einige Tage tief über den Verluſt des geliebten Bru⸗

ders, d Schickſo ſtande

GG

von alle Zimmer zu beſic Gegenſt D in den terſtützt Aufſtell berkeit d anreizen zu trieb, unvorthe die Ueb kauf ſeit den wer Edelma⸗ tereſſe gering W kommen bringen, ſtänden ſo wie ſeiner T Le geben, 1 vorüber Der a