urcht und daß dein eines Ge⸗ er Seele nicht zu zedanken, adurch in welcher
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Dankbarkeit gegen den Himmel. Warſt du doch glücklich— war mein Verſprechen doch bis dahin erfüllt.“
„Endlich glaubte ich, daß Gort uns ſelbſt einen Engel geſandt habe, der Dich dem nahenden Elende entreißen werde. Ich ſah die Liebe, welche in Dir und Guſtav keimte, bis auch dies ſich wieder zerſchlug und ich bei De⸗ necker's letztem Beſuche ihm die traurige Lage entdeckte, in der wir uns befinden. Er weigerte ſich unwiderruflich, den Wünſchen ſeines Neffen zu willfahren. Aber auch dieſer Schlag war noch nicht genug. Der Freund, von welchem ich die viertauſend Franken geliehen, und der mir meinen Schuldbrief jährlich prolongiren ließ, war in Deutſchland geſtorben und ſeine Erben verlangten die Zahlung. Ich habe die ganze Stadt durchkreuzt, an jede Freundesthür gepocht, Himmel und Erde in meiner Verzweiflung aufgeboten, mich vor dieſer Schande zu retten— es war Alles vergebens. Morgen bereits wird man vielleicht an das Thor von Grin⸗ ſelhof ein Placat heften, in welchem der Verkauf nicht allein unſerer feſten Güter, ſondern auch unſeres Hausge⸗ raths und Alles deſſen, was uns theuer iſt, angekündigt wird. Unſer eigenes Ehrgefühl gebietet uns, Alles zum Verkauff zu ſtellen, was nur einigen Werth hat, damit der Belaue unſerer Schulden erreicht wird— und gelingt es uns, einem Jeden hiedurch gerecht zu werden, ſo wird dies noch ein Glück in unſerem Elende ſein.—— Doch Dü lächelſt ſo freundlich, Lenora? Zufriedenheit ſtrahlt aus deinen Au⸗ gen— betrübt Dich denn dieſer ſchreckliche Schlag nicht 25
„Und dies war es, Vater, was Dich ſo hinſiechen ließ? Anders nichts?— Hat dein Herz mir kein Geheimniß vorbehalten?“
„Keines, mein Kind; Du weißt Alles!9
„Wahrlich, fuhr Lenora mit Ernſt fort,„ich weiß,


