Kunſt, den Wiſſenſchaften, mit Tugend, Gottesfurcht und Sittlichkeit auszuſtatten; er durfte ja hoffen, daß dein edles Blut, die Schönheit deiner Geſtalt und deines Ge⸗ ſichtes, die Schätze deines Verſtandes und deiner Seele den Brautſchatz aufwiegen würden, den er Dir nicht zu bieten im Stande iſt. Er ſchmeichelte ſich mit dem Gedanken, daß Du dereinſt eine gute Partie machen und dadurch in der Welt die Stellung wiederfinden werdeſt, zu welcher Dich deine Abkunft berechtigt.“
»Zehn Jahre lang, mein Kind, habe ich Dich in Al⸗ lem unterrichtet; was ich vergeſſen hatte oder nicht wußte, lernte ich ſelbſt die Nächte hindurch, um es Dir mitzu⸗ theilen. Wahrend ich mit der größten Beſorgtheit jeden Schmerz, jede Unannehmlichkeit von deinem Lebenspfade abzuwenden ſuchte und Dir in gewiſſem Maße Alles ver⸗ ſchaffte, was unſere ſcheinbar gute Lage erheiſchte; wäh⸗ rend ein beſtaͤndiges Lächeln von Zufriedenheit auf meinem Antlitz ſchwebte, wühlte gleichwohl die fürchterlichſte Angſt in meinem Buſen, und ich zählte mit Schrecken die Tage, welche uns dem fürchterlichen Augenblick entgegentrugen. Ach, Lenora, lange habe ich gelitten und meinem Körper alle Wohlthaten des Lebens entzogen! Die Hälfte meiner Nächte habe ich in ſelaviſcher Arbeit zugebracht, meine Kleidungsſtucke ausgebeſſert, den Gemüſegarten ſelbſt im Dunkel mit dem Spaten bearbeitet, allerlei Verrichtungen und Handarbeiten gelernt, um unſere Armuth vor Andern verborgen zu halten...*
„Sei nicht traurig, mein Kind, ſetzte er hinzu, da
er ſah, wie eine Thräne den Augen des Mäadchens entrann,
und drückte ihr die Hand.„Hat mich der Herr auch mit vielem Trübniß geſchlagen, ſo gab er mir doch als Bal⸗ ſam das Lacheln deiner Lippen, und das erfüllte mich mit
Dankba war me „ geſandt werde. keimte, necker“ der wir Wünſche Schlag ich die Schuld geſtorbe ganze L Himmel vor dieß Morgen ſelhof allein u räths un Unſer e zu ſtelle unſerer Jeden Gluͤck freundli gen— „1 ließ? A vorbehe
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