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Vaterland und ging mit ſeiner Frau nach Amerika, wo er ſeitdem durch Arbeit eine elende Exiſtenz gefunden. Seine Frau ſtarb auf der Reiſe. Wir unſerſeits beſaßen nichts mehr.— Grinſelhof und unſere übrigen Güter waren mit Schulden belaſtet worden, deren Capital größer. als ihr Werth. Außerdem hatte ich mich genöthigt geſehen, von einem Freunde eine Summe von viertauſend Franken auf einen Wechſel zu borgen.“
„Deine Mutter machte mir nicht den geringſten Vor⸗ wurf, als ſie die Größe meines Opfers vernahm; ſie ſah darin ſelbſt ein autes Werk. Bald aber verdammte uns die eigene Armuth zu ſo bittern Entbehrungen, daß das Gemüth deiner Mutter allmälig unter der Laſt der Ent⸗ ſagungen erlag und ſie, ohne zu klagen, in eine Abzehrung verfiel.“
„Ja, es war ſchmerzlich! Um unſern Ruin zu verber⸗ gen und den Namen unſerer Väter dem Spotte nicht preiszu⸗ geben, mußten wir mit der außerſten Genauigkeit das Geld ſparen, um die Zinſen unſerer Schulden damit zu bezahlen.“
„Nach und nach, in der Zeit von drei Monaten, ver⸗ ſchwanden unſere Dienſtboten und unſere Pferde; wir ver⸗ gaßen bald den Weg zu unſern Freunden und lehnten alle Einladungen ab, um unſerſeits Niemand bei uns zu empfan⸗ gen zu brauchen. Die Bewohner des Dorfes und die Ade⸗ ligen, unſere bisherigen Freunde, mißbilligten dies Ver⸗ fahren allgemein; man ſagte, wir wollten aus ſchmähli⸗ cher Habſucht, aus Geiz uns in unſere Einſamkeit zurück⸗ ziehen. Wir erwiederten dieſe Beſchuldigung, ja den offenbaren Haß gegen uns mit Liebe, denn gerade dieſer vermeintli⸗ che Geiz konnte nur unſere Armuth verborgen halten.“
„Ich komme jetzt an den ſchmerzlichſten Augenblick meines Lebens, Lenora. Deine arme Mutter war ſehr


