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ſuchten Beide, die halb bewußtloſe Frau zu beruhigen und es gelang uns, durch die Beweiſe unſerer Theilnahme und Freundſchaft die Arme zum Bewußtſein ihrer Lage zu⸗ rückzurufen.*
»Ja, Lenora, mein Bruder hatte Alles— Alles verloren; ja noch mehr verloren, als er beſaß! Herzzerrei⸗ ßend waren die Worte ſeiner verzweifelnden Frau, mehr als Alles aber entſetzte uns das Ende ihrer Schilderung. .... Mein Bruder— vernichtet durch die Ueberzeu⸗ gung, daß er ſeinen Namen geſchändet und durch den Ge⸗ danken, daß das Gericht einſchreiten werde— mein Bru⸗
der war in finſtere Verzweiflung verſunken: er hatte Hand
an ſein Leben legen wollen. Seine unglückliche Frau hatte ihn in dieſem Vorhaben überraſcht und ihm die Mordwaffe aus der Hand gerungen. Jetzt ſaß er in ſein Zimmer ein⸗ geſchloſſen, ſprachlos, das Haupt in die Hände geſtützt und von zwei treuen Freunden bewacht. Wenn Jemand ihn auf Erden aus ſeiner Verzweiflung retten konnte, ſo war es ſein Bruder.“
„»Dies hatte auch die arme Frau eingeſehen, ſich in ei⸗ nen Wagen geworfen und war allein durch Nacht und Sturm zu mir gekommen, als dem einzigen Retter aus ihrer Noth. .... Da lag ſie jetzt zu meinen Füßen und flehte mich an, mit ihr nach der Stadt zu fahren.— Ich zögerte kei⸗ nen Augenblick; Deine gute Mutter, nicht weniger als ich durch dieſe ſchreckliche Nachricht getroffen und wohl vorher⸗ ſehend, um was es ſich hier handle, rief mir noch nach, als ich in den Wagen ſprang:„O rette ihn! ſieh auf nichts, ich heiße Alles gut!* 1
»So ging es im Sturm durch die Dunkelheit..... Du biſt blaß, Du bebſt, Lenoral! Ja, es war eine fürchterliche Nacht; meine zu früh gebleichten Haare ſind
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