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Edelmann nicht gezieme, ſein Hab und Gut und ſeine Ehre an unſichere Nachrichten zu ſetzen. Da aber ſeine Er⸗ folge meine Gründe ſtets ſchlugen, ſo waren meine Vorſtel⸗ lungen natürlich ohnmächtig,— die Sucht zum Spiel— denn Spiel iſt es— war mächtiger als meine Worte.” „»Das Glück, welches ihn eine Zeit lang begünſtigt hatte, ſchien ihn endlich verlaſſen zu wollen; er verlor ei⸗ nen großen Theil ſeines Gewinnes und ſah allmäaͤlig ſein Vermögen abnehmen. Trotzdem ſchwand ihm der Muth nicht, im Gegentheile, er ſchien noch hartnäckiger gegen das Schickſal anzukaͤmpfen, und hoffte mit Beſtimmtheit, das launiſche Glück zurückzuzwingen. Thörichte Hoffnung!” „An einem Winterabende— ich zittere noch, wenn ich daran denke— ſaß ich in meinem Zimmer und machte mich bereit, zur Ruhe zu gehen. Du warſt bereits zu Bette; deine Mutter ſaß an deinem Kopfkiſſen und betete, wie ſie es zu thun pflegte. Es ſtürmte draußen fürchterlich, der Schnee ſchlug an's Fenſter, der Wind heulte in den Bau⸗ men und ſchien unſer Haus in ſeinem Fundamente erſchüt⸗ tern zu wollen. Durch den Sturm der Elemente war ich zu trüben Gedanken geſtimmt.... Plötzlich wurde heftig an unſere Thüre geklopft, während das Wiehern eines Pferdes uns die Ankunft eines Wagens verkündete. Der Be⸗ diente— wir hielten deren damals zwei— ging, um die Thuͤr zu öffnen. Eine Dame ſtürzte in's Zimmer und fiel weinend zu meinen Füßen.... Es war meines Bruders Frau.“ „Zitternd vor Schreck wollte ich ſie aufheben; doch ſie umſchlang meine Kniee und flehte mich um Hilfe an, während Thraͤnen über ihre Wangen rannen. In unklaren Worten flehte ſie mich an, das Leben meines Bruders zu retten, und ließ mich ein entſetzliches Schickſal ahnen.“ »Deine Mutter kam inzwiſchen auch zu uns herab; wir


