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Ungeſtüm und zitternd drückte er ihre beiden Hände und verſchwand in dem Laub.
„Guſtav, Guſtav, Lebwohl!“ rief Lenora faſt bewußtlos und ſuchte mit bebender Hand einen Stuhl, wo ſie in ihren Schmerz verſank und ihren Thränen freien
Lauf ließ.
VII.
Lenora hatte ihrem Vater von Guſtavs letztem Beſuch erzählt und geglaubt, hierdurch ſeinem Herzen wieder Hoffnung einflößen zu können; dieſer aber hatte gleichſam gefuͤhllos und mit einem bittern Lächeln ihr zugehört, ohne ihr eine verſtändliche Antwort zu geben.
Mit dieſem Tage war Grinſelhof noch einſamer ge⸗ worden als zuvor. Der Edelmann, ſichtbar von einem ge⸗ heimen Leiden erdrückt, ſaß faſt ſtets das Haupt in die Hand geſtützt und nachdenkend das Auge ins Weite gerichtet. Sicherlich ſtand vor ſeinen Augen der Verfalltag des ver⸗ hängnißvollen Schuldbriefs, der immer näher heranrückte, um den armen Vater mit ſeinem Kinde in den Abgrund zu ſtürzen.
Lenora verbarg ihre eigenen Liebesſchmerzen, um den ihr unerklärlichen Kummer ihres Vaters nicht noch zu vergrößern. Obgleich auch ihr Herz von trüben Gedanken angefüllt war, zeigte ſie ſich heiter und aufgeräumt, und that und ſprach Alles, was ihr liebendes Herz ihr eingab, um des Vaters ſtillen Gram zu zerſtreuen. Aber Alles blieb fruchtlos; zwar dankte der Vater ihr mit einem Lächeln und ſanften Liebkoſungen, doch das Lächeln war traurig und bitter, und ſeine Liebkoſung matt und ſchmerzlich. Fragte Lenora zuweilen mit Thränen in den Augen
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