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mein Gluͤck iſt das einzige Ziel ſeines Lebens— er würde Dich ſegnen und Gott danken!“
„Nicht wahr, Lenora, er würde Ja ſagen! Du ſiehſt, es iſt noch nicht Alles verloren. Alſo traure nicht, Geliebte; laß mich auf dieſer Reiſe das Bewußtſein mit⸗ nehmen, daß Du mich mit Vertrauen auf Gott erwarten willſt! Gedenke meiner in Deinen Gebeten, ſprich meinen Namen zuweilen in dieſen ſchattigen Pfaden, welche die erſten Seufzer unſerer Liebe gehört. Lächle mir zu in Deiner Einſamkeit, meine Seele wird Deinen Gruß hö⸗ ren, und mich aufrecht erhalten in der Ferne!*
Lenora ſtand ſchweigend da; ſie weinte. Die ſüßen, rührenden Worte des Jünglings hatten ihren Stolz über⸗ wunden.
„Ich gehe, Lenora. Möge jetzt kommen, was da will, ich weiß, daß Du meiner gedenken wirſt. Nicht wahr, Lenora, Du wirſt täglich an mich denken 85
„O Gott! ich habe meinem Vater verſprechen müſſen, Dich zu vergeſſen!“
„Mich zu vergeſſen? Du wollteſt Dich zwingen, mich zu vergeſſen?“*
„Nein, Guſtav! Ich werde zum erſten Mal gegen meinen Vater ungehorſam ſein; ja, ich fühle es, ich habe gelogen in dieſem Verſprechen, denn vergeſſen kann ich Dich nicht; ich werde Deiner gedenken, ſo lange ich lebe, das iſt ja mein Loos auf Erden!»
„O Dank, Dank, Lenoral“ rief Guſtav gerührt aus.„Dein Bild wird mich wie ein Schutzengel geleiten, es wird mir vor Augen ſtehen Tag und Nacht; ſtets werde ich Dich ſehen, Lenora! Mein Herz bricht beim Abſchied, aber die Pflicht gebietet mir zu gehen, ich fühle es. Lebwohl — Lebwohl!*


