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fort, während der Wirth ihn ins Zimmer führte, dieſem auf die Schulter ſchlagend,„und jetzt ſollen wir auch Ge⸗ vattern werden, wie ich hoffe. Der Schelm von Neffe hat wahrhaftig keinen ſchlechten Geſchmack; er könnte lange ſuchen, ehe er eine liebenswürdigere und ſchönere Frau als Lenora faͤnde.— Hören Sie, Herr Gevatter, das ſoll eine Hochzeit werden, daß man noch nach zwanzig Jahren davon ſpricht!9
Inzwiſchen hatten Beide in einem Nebenzimmer Platz genommen. Der Edelmann, ſo aufgeregt wie er war, durfte gar nicht glauben, was der Ton ſeines Gaſtes ihm zu ſagen ſchien, und blickte ihm zweifelnd ins Auge.
„Es ſcheint mir,“ fuhr der Kaufmann fort,»als ſuche Guſtav mit brennender Ungeduld ſein Glück zu um⸗ armen; er hat mich auf den Knieen gebeten, die Sache zu beſchleunigen und ich habe wirklich Mitleid mit dem ar⸗
men Schelm. Darum ließ ich heute auch noch alle Ge⸗
ſchäfte liegen und kam zu Ihnen, um die Sache abzu⸗ machen. Wie er ſagt, haben Sie Ihre Zuſtimmung gege⸗ ben, und das war brav von Ihnen. Ich habe während mei⸗ ner Reiſe auch an dieſe Verbindung gedacht, denn ich habe wohl bemerkt, wie es mit meinem Neffen ſtand.— Ich wußte nur nicht, in wie fern Sie auf den Standesun⸗ terſchied Rückſicht nehmen würden.“
„»Alſo hat Guſtav Ihnen geſagt, daß ich ſeiner Ver⸗ bindung mit Lenora zuſtimme 9
„Er wird mich doch nicht hintergangen haben 2 fragte Denecker verwundert.
»Nein;“ aber ſagte er Ihnen nichts Anderes, was Ihnen ebenfalls gewichtig erſcheinen mußte?*
„»Ach was, Thorheit! Sie haben ihm was weiß ge⸗ macht!“ ſagte der Kaufmann lachend.»„Doch ſoll das raſch
Der arme Edelm ann. 5


