Wäͤhrend dieſer Beſchäftigung trieb ſein Geiſt auf dem Strom der Erinnerung dahin. Die Unbeweglichkeit ſeines Geſichts und ſeiner Augen, wenn er zuweilen unſtät in die Dunkelheit zu blicken ſchien, bewies, daß er mit ſeinen Ge⸗ danken abweſend war. Von Zeit zu Zeit entflohen ſeinen Lippen einige Worte, die von ſtillen und vielleicht ſüßen Thränen begleitet waren, ein liebevolles Lächeln glänzte zu⸗ weilen auf ſeinem Antlitz. Schon hatte er in ſeinem Traum alle die Namen genannt, die ihm auf Erden theuer ge⸗ weſen, und vielleicht die reine Lebensfreude ſeiner jüngeren Jahre wieder gekoſtet. Seine Stimme wurde klarer.
„Armer Bruder! ſeufzte er,„nur ein einziger Menſch weiß, was ich für Dich that, und er nennt Dich einen Un⸗ ... Und Du, Du weilſt in den Eisſtrecken Amerikas, kränklich und dahinſiechend; für kargen Lohn durchkreuzeſt du die Wüſten, wo Dir monden⸗ lang kein menſchliches Antlitz begegnet. Du, ein Edelmann, biſt dem Engländer ein Knecht geworden und ſammelſt die Pelze, die dem Reichen zum Schmuck dienen!. bitt're Oualen leide ich um Deinetwillen! mein Zeuge, daß die Liebe zu Dir in meinem Herzen nicht abgenommen. Möchte Deine Seele, o Bruder, der Du in der Einſamkeit der Wüſte ſitzeſt und trauerſt, dieſen Seuf⸗ zer der meinigen empfinden und Dich troͤſten in deinem Elend!
Der Edelmann verſank eine Zeit lang in die Verge⸗ genwärtigung von ſeines Bruders Schickſal. Endlich machte er ſich von dieſen Träumen los und wandte ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit zur Arbeit zurück. Er legte alle die ſilbernen Ge⸗ genſtände neben einander auf den Tiſch.
„Sechs Gabeln— acht Löffel! ſagte er nachdenkend... „Wir ſind unſer vier am Tiſche...
dankbaren, einen Betrüger!
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