doch kaum hatte ſie bemerkt, wer ſie geweckt, ſo hatte ſie auch mit einem Sprung ihre beiden Arme um ſeinen Hals d geſchlungen und beſtürmte ihn unter ſüßem kindlichen Kuß 1e mit allerlei Fragen. 3
Der Edelmann machte ſich aus den Armen ſeiner Toch⸗ 27
. beke. ter los. ſchrocke „Wahrſcheinlich, Lenora,“ ſagte er ſcherzend,„darf wußt ich Dich heute nicht fragen, welche Schönheiten Du in kann 5 Vondel's Lucifer entdeckt; gewiß hat es Dir an Zeit ge⸗ zu ergr fehlt, dieſes Meiſterſtück unſerer Mutterſprache mit Mil- 3 7 ton's verlornem Paradieſe zu vergleichen?“* und ſ „Ach, Vater,“ ſtotterte Lenora,„es iſt mir in der That Räͤthſe ſo fremd und ſo ſonderbar im Geiſt. Ich weiß nicht, was Licht i ich habe— ich kann ſelbſt nicht einmal mit Aufmerkſamkeit Hals! leſen! 3 „»Nun, Lenora, betrübe Dich nicht, mein Kind. Setz⸗ barkeit Dich wieder; ich habe Dir etwas Wichtiges zu ſagen. Du 4 weißt nicht, warum ich heute nach der Stadt gefahren bin. feiner .... Morgen kommen Gäſte her, um zu Mittag bei uns zu ſeine ſein. Das Mädchen ſchien über dieſe Mittheilung ganz her. g ganz deinen erſchrocken und blickte den Vater verwundert an. „.....„ 5 „Es iſt Herr Denecker;— Du weißt ja, der reiche. Kaufmann, der neben mir in dem Kicchſtuhl ſitzt und das deihe „ 1. 2 ſchöne Schloß am Egelteich bewohnt.“ Naub „Ich kenne ihn wohl, Vater; er grüßt mich immer ſo freundlich und reicht mir jedesmal die Hand, um mir chen aus dem Wagen zu helfen, wenn wir bei der Kirche ab⸗ das ſteigen. Aber... 99 G „»Deine Augen fragen mich, ob er allein kommt!“ und l ſagte der Vater.—„Nein, Lenora, es kommt Jemand Aufre it;„ mit ihm. Tiefe
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