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Der arme Edelmann / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Dr. Hans Wachenhusen
Entstehung
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Ich danke Euch für Eure Gefälligkeit. Alſo wie geſagt morgen!*

Herr von Vlierbeke ſchritt jetzt in das Haus und gab dem Knaben einige Inſtructionen in Betreff der Körbe, die er aus dem Wagen geholt, worauf er den Pachthof ver⸗ ließ und ſich durch das Gebüſch nach Grinſelhof begab.

Sobald er aus dem Geſicht des Paͤchters war, bekam ſein Antlitz einen freieren Ausdruck, ein ſehnſüchtiges Lächeln zog ſich um ſeinen Mund, während er über die Steige des Gartens dahin blickte, als ſuche er Jemand in dieſer Ein⸗ ſamkeit.

Plötzlich fiel ſein Blick auf das ſchlummernde Mäd⸗ chen. Gleichſam betroffen durch dieß Zauberbild, mäßigte er ſeine Schritte und blieb dann entzückt vor dem Maädchen ſtehen.

Wie ſchön war das ſchlummernde Kind jetzt.... jetzt, wo die ſinkende Sonne ihre letzte Glut über ihre Geſtalt ausſtrömte und Alles um ſie her in einen roſigen Flor hüllte! Die ſchwarzen Locken ſchmiegten ſich in ſchöner Unordnung um ihre Wangen; der Katalpa⸗Buſch hatte ſeine Blüthen auf ihr Haupt herabgeträufelt, und ihre Ruheſtätte mit ſchneeweißen Kelchen beſtreut. Sie traͤumte noch immer fort; ein Lächeln von inniger Seligkeit zitterte auf ihrem Antlitz, ihre Lippen bewegten ſich und ſprachen unhörbare Worte, als ob ihre Seele nach Luft ſtrebe für den Ausdruck eines ſie bewaltigenden Gefühles.

Lange ſuchte Herr von Vlierbeke den Athem anzu⸗ halten und weidete ſich an dem Anblick des reizenden Weſens. Ueberwältigt von tiefer Bewegung erhob er das Haupt und

ſchlug das Auge zum Himmel auf.

Habe Dank, allmächtiger Vater, ſie iſt glücklich! ſprach er mit ſanfter, begeiſterter Stimme.Laß mich hier⸗

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