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gehoben, den Boden kaum mit der Spitze des Fußes be⸗ rührend, ſcheint ſie geflügelt und leichter noch als die Vögel, die ſie aus ihrem Verſteck aufgeſtört hatte. Die loſen Haare wehen in dichten Locken um ihren ſchönen Hals... Mit einer ätheriſchen Bewegung ſpringt ſie auf, um den Schmet⸗ terling zu haſchen.
Wie ſchön, wie wunderſchön doch der Schmetterling iſt, der über ihr ſeinen Zickzack in der Luft beſchreibt, als hätte er Luſt mit dem Mädchen zu ſpielen! Seine Flügel ſind mit himmelblauen, purpurnen, goldenen Augen beſäet.
Ein Freudenruf, ein ſüßer, melodiſcher Laut, entfliegt der Bruſt des Mädchens. Beinah' hätte ſie den Gegenſtand ihres Verlangens gehaſcht; doch ſie hat ihn nur mit der Spitze ihres Netzes geſtreift und den Farbenſtaub auf ſei⸗ nen Flügeln verletzt. Zwar beſchädigt, ſteigt doch der
Schmetterling höher in die Luft, traurig ſchaut ſie ihm
nach, bis ſeine Farben ſich mit dem Blau des Himmels verſchmelzen.
Athem ſchöpfend blieb ſie einige Minuten ſtehen und kehrte dann langſam wieder in den Steig zurück.
Wie ſchön ſie iſt! Die Sonne hat ihr⸗Antlitz mit ei⸗ nem leichten Hauch gefärbt und dadurch ihre Wangen nur noch lieblicher gemacht, ihr ganzes Weſen zeugt von Lieb⸗ reiz, Seelenkraft und Geſundheit. Unter ihrer hohen Stirn ſieht man ihre ſchwarzen dunklen Augen durch die langen ſeidenen Wimpern hervorleuchten; ihr fein geſchnittener Mund zeigt zwei Reihen der glänzendſten Perlenzähne, die zwiſchen den roſigen friſchen Lippen hervorſchimmern.
Und uͤber all dem Zauber dieſes blühenden jungfräu⸗ lichen Weſens wiegt ſich eine Fuͤlle der üppigſten dunklen Locken, die loſe auf ihre Schulter herabfallen und zuwei⸗ len einen Blick auf ihren blendenden Nacken frei geben. Sie
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