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man hier und dort ſchon den Landbau in die nackte Heide hineingreifen; weiter hinein in dem Herzen dieſer Gegend iſt Alles wüſt und leer. Dort erſtrecken ſich die verſengten Ebenen mit ihrer einzigen Zierde, dem Heidekraut, ſo weit das Auge zu reichen vermag, da ſieht man noch Strecken, wo nichts als die bläuliche Nebeltinte den Horizont be⸗ gränzt, die uns andeutet, daß die Wüſte ſich noch weiter erſtreckt, als das Auge zu ſchauen in Stande iſt.
Und dennoch begegnet man, wenn man alſo die langen Strecken durchkreuzt, von Zeit zu Zeit einem ſchlängeln⸗ den Bächlein, deſſen Ufer mit Kräutern bewachſen und von Weiden und lieblichen Baumgruppen umgeben ſind. Längs des murmelnden Heidebachs, weiter hinauf in dieſes Land gewahrt man einſame Bauernhöfe, Luſthäuſer und ganze Dörfer, als ob der Menſch gleich dem Boden nur des fließenden Waſſers bedürfe, um Nahrung und Leben zu finden.
An einer dieſen Steklen, wo die Wieſen oder Weiden den Ackerbau ermöglicht, ſtand ein ziemlich großer Hof an einer abgelegenen Straße. Die hohen Bäume, die ihren Schatten ſo majeſtätiſch rund umher verbreiteten, zeugten davon, daß der Menſch ſchon ſeit Jahrhunderten hier feſten Fuß gefaßt, und der ſie umfließende Canal, die ſteinerne Brücke vor dem Thor bewieſen hinlänglich, daß dieſe Colo⸗ nie ein prächtiges Landgut ſei.
Man nannte dieſes Eigenthum in der Umgegend den Grinſelhof.
Der Pachthof nahm mit ſeinem Wohnhauſe, den Ställen und Scheuern die ganze Vorderſeite des Gutes ein und verhinderte den Vorübergehenden zu ſehen, was ſich hinter dem dicken Baumwerk oder innerhalb des ſie um⸗ fließenden Baches noch befinden, oder was dort vorge⸗ hen möge.


