Bald hatte er den Mittelpunct der Stadt erreicht.⸗
Er trat in einen Eßwaarenladen, ließ ein gefülltes Huhn, eine Fleiſchpaſtete, eingemachte Früchte und andere kleine Gerichte in Körbe packen, bezahlte den Werth derſelben und verſprach, ſie durch ſeinen Diener abholen zu laſſen. Dann kaufte er bei einem Goldſchmied zwei ſilberne Löffel u. dgl. und verließ dieſes Stadtviertel, wahrſcheinlich, um noch an andern Orten weiter einzukaufen.
II.
In vielen unſerer Heidelande hat der Menſch einen ſiegreichen Kampf begonnen, um den Boden aus ſeinem Jahrhunderte langen Naturſchlaf zu erwecken. Er hat das Eingeweide der Erde durchwühlt und ſeinen Schweiß in ih⸗ ren Schooß geſchüttet, hat Wiſſenſchaft und Induſtrie zu Hilfe genommen, Sümpfe und Meoräſte trocken gelegt, Höhen abgetragen, das fruchtbare Waſſer der Gebirge aus dem Maasſtrom gelockt und alſo die nährende Lebensader durch einen Boden geleitet, der gleich einer Leiche tauſend Jahre geſchlummert.
Siegreich kämpfte der Menſch gegen die Elemente! Nicht genug zu preiſender Triumph, der einſt dieß unfrucht⸗ bare Kempenland zu einem üppigen Garten umgeſchaffen! Wahrlich, unſere Nachkommen werden es nicht glauben, wenn ein wogendes Meer von Korn oder ein grünendes Thal ſich ihren entzückten Blicken zeigen wird, wo jetzt die Sonne ſich in dem ſcharfen Kieſel ſpiegelt!
Im Norden von der Stadt Antwerpen, in der Richtung nach der holländiſchen Gränze, bemerkt man kaum erſt einige Spuren der Cultur, doch längs der Steinwege ſieht
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