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„Was das betrifft, ſo kennen Sie mich... ſeien Sie unbeſorgt!— Sie weiſen alſo dieſe geringe Unter⸗ ſtützung zurück 25
„Ich danke Ihnen!“ rief der Edelmann, während er die Hand des Notarius zurückſchob, zitternd, als habe ihn das Fieber erfaßt, den Saal verließ und zur Hausthür hinauslief, ohne den Diener abzuwarten, der ſie ihm zu öffnen hatte.
Schwindlich von dem demüthigenden Schlage, der ihn getroffen, ſich ſeiner ſelbſt nicht bewußt, faſt ſterbend vor Scham, das Haupt auf die Bruſt geſenkt, die Augen auf den Boden heftend, lief der unglückliche Mann eine Zeit lang durch die Straßen der Stadt, ohne zu wiſſen, wo er ſich befand. Endlich weckte das Gefühl der Nothwen⸗ digkeit ihn allmälig aus ſeinem Fiebertraum. Er richtete ſeine Schritte zum Burgerhoutſcher Thor hinaus und ging die Feſtungswerke hinauf, bis er ſich allein auf einem einſamen Platz befand.
Hier ſtill ſtehend, ſchien er abermals mit ſich im Kampf zu ſein. Seine Lippen bewegten ſich krampfhaft, auf ſei⸗ nem Antlitz wechſelten allerlei Ausdrücke von Qual, von Hoffnung, von Verzweiflung und Scham. Inzwiſchen holte er ſeine goldene Tabaksdoſe aus der Taſche, blickte mit tiefem Gram das adelige Wappen an, das ſich in getrie⸗ bener Arbeit auf der Doſe befand, blieb dann in verzwei⸗ felte Gedanken verſunken ſtehen und erwachte dann wieder, als habe er etwas Großes beſchloſſen.
„Andenken meiner guten Mutter,“ ſagte er endlich mit ſtiller, aber von innerer Bewegung bebender Stimme, während er mit einem Federmeſſer das Wappen von der Doſe kratzte,„Schutzengel, der mein Elend ſo lange ver⸗ borgen, das jetzt verrathen ſein wird; du Jahrhunderte
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