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ein Schauder durchrann ſeine Glieder, ſein Antlitz bedeckte ſich mit Schamröthe.
»Betrügen!“ ſeufzte er mit bitterm Lächeln;„o nein! .... Aber ich werde ihre Liebe, dieſe gegenſeitige Zunei⸗ gung zweier Herzen, nicht durch die Veröffentlichung meines Elends unterdrücken! Nur wenn durch Einen von uns ein Entſchluß gefaßt worden iſt, werde ich redlich meine Um⸗ ſtände an den Tag legen; wird dann dadurch meine Hoffnung vernichtet, ſo werde ich Ihren Rath befolgen, mein Gut ver⸗ kaufen, das Vaterland verlaſſen und in irgend einem Lande durch Ertheilung von Unterricht meine und meiner Tochter Exiſtenz zu erhalten ſuchen!“
Hier ſchwieg er einige Augenblicke und fügte dann fuͤr ſich ſelbſt hinzu:
„Aber habe ich nicht an dem Sterbebette meiner Ge⸗ mahlin und auf das Crucifix gelobt, daß mein Kind ein ſolches Schickſal nicht theilen— daß es zufrieden und glück⸗ lich leben ſolle? Zehn Jahre voller Leiden, zehn Jahre vol⸗ ler Demüthigungen haben mein Verſprechen nicht zu erfüllen vermocht. Jetzt dringt ein letzter Hoffnungsſtrahl in unſere Zukunft und...*
Er ergriff zitternd die Hand des Notarius, und ſchaute ihm ſtarr in's Auge.
»Freund!“ rief er flehend,„ſtehen Sie mir in dieſem letzten entſcheidenden Verſuche bei, halten Sie mich nicht län⸗ ger auf dieſer Folter, gewähren Sie mir, was ich von Ih⸗ nen erbitte; ich werde den Namen meines Wohlthäters, den Retter meines Kindes ſegnen, ſo lange ich athme!“
Der Notarius zog ſeine Hand zurück.
»Aber ich begreife nicht,“ ſagte er verlegen,„was dieß Alles mit der Summe gemein haben kann, die Sie von mir als Lehen verlangen!*


