3 harrte, als ſein Antlitz den Ausdruck einer gewiſſen Zuruͤck⸗ haltung annahm, die man in der Regel anwendet, wenn man ſich gegen eine läſtige Frage waffnen will. Indeſſen nahm der Notarius nach einigen artigen, aber kühlen Wor⸗ ten vor Herrn von Vlierbeke Platz.
Dieſer, durch das Erſcheinen des Notars hart verletzt, fühlte einen kalten Schauder durch ſeine Glieder ſchleichen und erblaßte, faßte jedoch gleich wieder Muth.
„Herr Notarius,“ begann er in dem höflichſten Ton, Hich bitte um Verzeihung, wenn ich durch die äußerſte Noth gezwungen, komme, um abermals Ihre Güte in Anſpruch zu nehmen und Ihren Edelmuth um einen kleinen Dienſt zu bitten.*
»Und was verlangen Sie von mir, mein Herr? fragte der Notar mißtrauiſch.
„Ich wollte Sie erſuchen, Herr Notarius, mir noch eine Summe von tauſend Franken, oder auch weni⸗ ger, auf mein Gut in Hypothek zu geben. Doch dieß iſt mein beſonderes Geſuch nicht; noch heute habe ich Geld nöthig und ich wunſchte daher, noch dieſen Morgen von Ihnen ein paar hundert Franken als Lehen zu bekommen. Hoffentlich werden Sie, Herr Notarius, mir dieſe geringe Hilfe, die mich aus der größten Verlegenheit retten würde, nicht verweigern!“
„»Tauſend Franken? In Hypothek? Ihre Güter ſind ja über ihren wahren Werth belaſtet!“
„O, Sie irren ſich, Herr Notarius!» rief Herr von Vlierbeke in tiefſter Beſtürzung aus.
„»Nicht im Geringſten! Ich habe auf Ordre der⸗ jenigen Perſonen, die auf Ihre Guͤter Geld hergegeben, die Schätzung aller Ihrer Eigenthümer ſo genau wie möglich a ufnehmen müſſen; das Reſultat davon iſt, daß die Capi⸗
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