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wühlte in ſeiner Seele die fürchterlichſte Angſt. Ging er doch einer Demüthigung entgegen— einer Demüthigung, deren Wahrſcheinlichkeit allein ſein Herz bluten machte!— Aber es gab für ihn ja ein Weſen auf Erden, das er mehr noch als ſein Leben, mehr als ſeine Ehre liebte; für ſie hatte er ſo oft ſchon ſeinen Stolz zum Opfer gebracht, für ſie hatte er gelitten wie ein Märtyrer... So maächtig be⸗ herrſchte ihn dieſes Gefühl der Liebe, daß jede Pein, jede Erniedrigung, welche er erduldete, ihn in ſeinen eigenen Augen erhob und ihm den Schmerz als etwas zeigte, was veredelt und gewiſſermaßen heiligt.
Nichts deſto weniger war ſein Inneres heftig aufge⸗ regt, das Blut jagte ihm ungeſtümer durch die Adern, je tiefer er in die Stadt, und je näher er dem Hauſe kam, wo er eine ſo harte Prüfung wagen ſollte.
Endlich blieb er vor einer Thür ſtehen. Ungeachtet der wunderbaren Gewalt, welche er über ſich ſelbſt beſaß, zitterte ihm die Hand, als er an der Klingel zog.
Der Anblick des Bedienten, welcher ihm die Thür öff⸗ nete, gab ihm die ganze Selbſtbeherrſchung wieder.—„Iſt der Herr Notarius zu Hauſe? fragte er.
Nach einer bejahenden Antwort fuͤhrte ihn der Be⸗ diente in einen kleinen Saal und ging, um ihn ſeinem Herrn anzumelden.
Sich ſelbſt überlaſſen, legte Herr von Vlierbeke ſchnell den rechten Fuß über den linken, und überzeugte ſich, daß man in dieſer Haltung nicht die Lücke in dem Oberleder ſeines Stiefels bemerken könne. Er zog ſeine goldene Ta⸗ baksdoſe hervor und hielt ſich bereit, eine Priſe zu nehmen.
Der Notarius trat mit einer Amtsmiene herein und ſchien ſich ſchon zu einer höflichen Verbeugung anzuſchicken, — kaum aber hatte er die Perſon bemerkt, welche ſeiner


