ich mir bewahren muß.— Komm, hilf mir auf, damit ich nur hinaus komme.“
Er machte eine gewaltige Anſtrengung, ſich aufzurichten, und ſeiner Willenskraft gelang es, für einige Minuten die Körperſchwäche zu beſiegen und mit Hilfe Matteo's auf die Beine zu kommen. Er hatte dabei das Kind in ſeinem Arme keinen Augenblick losgelaſſen.
Geſtützt auf Matteo, das Kind feſt an ſich gedrückt, verließ Fano wankenden Schrittes die Höhlung, die ihm Zuflucht gewährt hatte, durchſchritt den Schutt ſeiner Hütte und machte dann noch etwa zwanzig Schritte vorwärts. Weiter aber konnte er nicht, denn die Körperſchwäche, der Schmerz der Wunde machten ſich geltend, laut ſtöhnend brach er zuſammen und ſank auf den Raſen nieder.
„Waſſer! Waſſer!“ ſeufzte er.
In einiger Entfernung von der Hütte floß ein kleiner Bach vorüber und Matteo redete Fano zu, ſeine Kraft zuſammen zu nehmen und noch bis zum Bache zu gehen, wo er ſeinen Durſt löſchen und dann ſeine Wunde waſchen könne und wo er auch Gelegenheit habe, das Kind zu baden, wodurch daſſelbe ſchneller zum Leben erweckt werden würde.
Fano wollte wohl, denn er ſah ein, daß Matteo's Vorſchlag der beſte ſei, aber ſchon hatte er die Kraft nicht mehr, die zwei⸗ hundert Schritte bis zum Bache zurückzulegen. Er richtete ſich zwar, unterſtützt von Matteo, auf und ſchleppte ſich einige Schritte vor⸗ wärts, allein dann ſank er immer wieder zuſammen und ſtöhnte und ächzte, ſo daß es Matteo, der ſich allein mit dem Manne abquälen mußte, faſt ſchauerlich zu Muthe werden wollte.
Mit großer Anſtrengung hatte Matteo endlich den Mann auf die Hälfte des Weges vorwärts gebracht, dann aber wollte es gar nicht mehr gehen.
Es würde ſchneller und beſſer gegangen ſein, wenn Fano ſich hätte entſchließen können, das Kind, welches er mit dem geſunden Arme immer noch feſt an ſich gepreßt hielt, Matteo zu übergeben, aber ſo oft es ihm auch Matteo anbot, das Kind an ſeiner Statt zu tragen, und es ihm vorſtellte, daß ſie dann ſchneller den Bach erreichen würden, ſo oft hatte auch Fano dieſes mit Heftigkeit ver⸗ weigert.
Mal.
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