Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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Das Kind kommt nicht aus meiner Hand, ſtöhnte er jedes Mal.Es iſt mein Schatz!

Als er aber jetzt wieder zuſammengeſunken war, da ſtöhnte Fano:

Ich kann nicht mehr!

Das Kind iſt Dir jetzt zu ſchwer, ſagte da Matteo wieder. Höre endlich auf ein vernünftiges Wort und laſſe es mich tragen. Es iſt bei mir jetzt ſicherer als bei Dir. Fällſt Du, ſo könnteſt Du das Kind beſchädigen.

Ich kann das Kind nicht laſſen! ſtöhnte Fano mit matter, aber doch zorniger Stimme.Verſuche mich nicht!

Thor, entgegnete Matteo,kennſt Du mich denn nicht hin⸗ reichend genug, um zu wiſſen, daß ich Dich des Kindes nicht be⸗ rauben werde?

Wer weiß! Wer weiß! murmelte Fano mit brechender Stimme.

Du ſprichſt im Fieber, ſagte Matteo.

Verflucht! knirrſchte Fano.

Wieder machte er eine verzweiflungsvolle Anſtrengung, ſich zu erheben, doch vermochte er es nicht.

Meine Glieder ſind wie lahm, ſtöhnte er.Meine Knochen brechen! O, die hölliſche Kugel! Die Peſt

Wuth knirrſchend lehnte ſich Fano zurück. Nach einer Pauſe ſtöhnte er wieder:

Waſſer! Bei allen Heiligen, Waſſer!

Matteo redete ihm zu, ihm nun endlich das Kind zum Tragen anzuvertrauen, dann ſich an ihn anzuhalten, und ſo werde es wohl gehen, daß ſie ſchneller den Bach erreichten und dort könnten ſie ſich erfriſchen..

Fano führte erſt einige wirre Reden, dann aber ſchien ihm die volle Beſinnung wiederzukehren.

Matteo, begann er,kannſt Du treu ſein?

Weißt Du das noch nicht, entgegnete Matteo.Würde ich Dich ſonſt gerettet haben?

Gerettet? Du that'ſt es vielleicht nur wegen dem Kinde. Du weißt wohl

Fano unterbrach ſich, ſtöhnte, ſtieß einen Fluch aus und ſchwieg dann.