Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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Neben Fano lagen einige zerbrochene Glasflaſchen und um⸗ geſtürzte Steinkrüge, welche er wohl bei ſeinen Bewegungen um⸗ geworfen und theilweiſe zerbrochen haben mochte.

Fano richtete ſich auf und ſtarrte Matteo an. Seine erſte Frage war:

Sind noch dieſe verfluchten Hunde, die Gensd'armen, in der

Nähe?

Matteo entgegnete, daß er keinen von ihnen mehr geſehen habe, und wenn noch welche in der Umgegend wären, er wohl nicht hier ſein würde.

Gut, dann hilf mir fort! rief Fano und richtete ſich mit Anſtrengung noch weiter auf, dabei aber immer noch mit dem ge⸗ ſunden Arme das Kind an ſich preſſend.

Fano's Stöhnen verrieth aber, daß jede Bewegung ihm Schmerz machen mußte, ein Schmerz, den ganz zu vermeiden ſelbſt ſeine rieſige Willenskraft nicht hinreichend war, wie das ihm entſchlüpfende ſchmerz⸗ liche Stöhnen, das Zucken ſeines Geſichts zeigte. Der rechte Arm war ganz unbrauchbar.

Matteo trat zu ihm und ſuchte ihn beim Aufſtehen zu unter⸗ ſtützen; er wollte ihm deshalb das Kind abnehmen. Allein Fano wehrte es ihm.

Nein, nein, rief er heftig, indem er das Kind an ſich preßte, die Hand vom Kinde! Willſt Du es mir rauben? Das Kind laſſe ich nicht!

Matteo glaubte in dem erſten Augenblicke, der Räuber rede im Wundfieber, und ſchaute ihn betroffen an.

Was haſt Du nur, Fano? fragte er dann.Wer ſpricht denn davon, Dir das Kind zu rauben? Pah, ich hätte eben die wenigſte Luſt, mich viel mit Kindern zu ſchleppen. Aber ich will das Kind in die friſche Luft ſchaffen, denn ſonſt ſtirbt es, ehe es hinaus kommt, wenn es nicht gar ſchon todt iſt.

Fano fuhr bei dieſen Worten Matteo's zuſammen und warf einen finſter forſchenden Blick auf das Kind.

Todt, ſagſt Du? ſchrie er Matteo an.Der Teufel gab Dir dieſes Wort ein. Dieſes Kind iſt nicht todt! Es kann und ſoll nicht ſterben; ich will es nicht. Dieſes Kind iſt ein Schatz, den

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