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vor den Augen nicht ſah, vielweniger von den nächſten Gegenſtänden auch nur Etwas zu erkennen vermochte.
Ein Stöhnen drang aus dem Hintergrunde des finſtern Raumes, aber Matteo wagte nicht, einen Schritt vorwärts zu tappen, aus Furcht, über irgend Etwas zu ſtürzen.
„Fano!“ rief er.
„Matteo!“ klang es ſchwach zurück.„Matteo, biſt Du es?“
„Ich bin es,“ entgegnete Matteo,„aber wo biſt Du?“
„Nun hier!“ klang es aus dem Hintergrunde.
„Das iſt wohl leicht geſagt,“ brummte Matteo;„aber man ſieht ja keine Hand vor den Augen.— Kannſt Du nicht vorkommen?“
Matteo hörte jetzt im finſteren Hintergrunde ein Geräuſch, als ob ſich Jemand dort bewegte; dann folgte ein ſtarkes Klirren. Es
mußte wohl von der Bewegung Etwas zur Erde geworfen und vielleicht
zerbrochen ſein.
„Verflucht,“ klang Fano's Stimme,„es geht nicht!— O, dieſe teufliſche Kugel!“
Gleichzeitig ließ ſich jenes Wimmern der Kinderſtimme ver⸗ nehmen, welches Matteo früher ſchon gehört hatte.
„Komm, hilf mir heraus!“ ließ ſich jetzt Fano's Stimme ver⸗ nehmen, dieſes Mal in flehendem Tone.
Matteo verſuchte es nun, ein paar Schritte vorwärts zu tappen, ſtieß aber ſogleich an einen Gegenſtand, der klirrend umfiel und über den er ſelbſt faſt geſtürzt wäre.
Er erinnerte ſich jetzt, daß er beim Hinwegräumen des Schuttes noch einige ſchwach glimmende Kohlen bemerkt hatte, und ſuchte nun nach denſelben. Er war auch ſo glücklich, noch eine derſelben zu finden, und benutzte ſie, um einige Spähne, die er von einem halb verbrannten Balken losgeſchnitten hatte, anzuzünden, mit denen er nun den finſtern Raum wieder betrat.
Nun ſah Matteo, daß Fano im Hintergrunde des Kellers, der ſo gefürchtete Fano, kraftlos zuſammengebrochen halb ſaß, halb lag, in dem einen Arme ein Kind haltend, das ſchon halb Leiche zu ſein ſchien.
Fano's Geſicht war von Rauch geſchwärzt, es ſchien wie ver⸗ zerrt, ſo daß es faſt nichts Menſchliches mehr an ſich hatte. Auch das Kind war geſchwärzt, deſſen Kleidung, wie die Fano's, verſengt.


