Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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helfen möge, denn ſonſt müſſe er hier verkommen, da er ſich ſelbſt

nicht mehr helfen könne.

Fano's Worte waren, indem er dieſe Auskunft gab, kurz, ab⸗ gebrochen, ſtockend, bisweilen längere Pauſen machend, als müſſe er Kraft zu weiterer Rede erſt ſammeln, und dann wieder von Seufzern und mühſam unterdrücktem Stöhnen unterbrochen, daß Matteo daraus ſehr wohl erkennen konnte, die Verwundung Fano's müſſe ſchwer, ſein Zuſtand ſchlecht und ihm Hilfe ſehr dringend nöthig ſein.

Er fragte, auf welche Weiſe er Fano helfen könne, und derſelbe ſagte ihm: er möge den Schutt vor dem Eingange zu der Höhlung hinweg räumen, denn ſonſt könne er nicht hinaus, von oben herab zu arbeiten, ſei nicht räthlich, da er fürchten müſſe, daß dann das Gewölbe zuſammenſtürzen und ihn erſchlagen könne.

Für Matteo war dieſe Antwort genügend, um zu wiſſen, was er thun müſſe, um Fano zu helfen, und er war auch ſofort ent⸗ ſchloſſen, alle Kräfte aufzubieten, dieſes Rettungswerk zu vollbringen.

Aber er beſaß keine Werkzeuge zum Wegſchaffen des Schuttes vor dem Eingange, der nach der Angabe Fano's an der Hinterwand der Hütte ſich befunden. Er hatte nur ſein Gewehr und ſein Meſſer bei ſich und wenn er ſich erſt ein Werkzeug herbeiholen wollte, ſo dauerte es ihm zu lange, denn es verging wohl wenigſtens eine Stunde darüber und bis dahin konnten noch mancherlei Zufälle eintreten.

Matteo beſann ſich kurz, er ſuchte nach irgend einem brauch⸗ baren Werkzeuge umher, ſo gut es inzwiſchen bei eintretendem Nacht⸗ dunkel gehen wollte, und da er nicht ſogleich etwas Brauchbares fand, ergriff er einen Pfahl, den er gefunden und der vom Feuer ver⸗ ſchont geblieben war, und begann ſeine Arbeit, die ſich unter ſeinen rüſtigen Händen ſchnell förderte.

Matteo entfernte die verkohlten Balken, welche an der Hinter⸗ wand lagen, er beſeitigte die Trümmer von herabgeſtürztem Mauer⸗ werk und hatte nach einigem Suchen glücklich den niedrigen Eingang zu Fano's letzter Zuflucht auch gefunden, und nach einſtündiger Arbeit

war dieſer Eingang gänzlich freigemacht.

Als Matteo nun den Raum zu betreten ſuchte, ſchlug ihm eine erſtickend ſchwüle, dunſtige Luft entgegen, und der Raum war mit

faſt greifbarer Finſterniß gefüllt, ſo daß der Eindringende die Hand

Monte Chriſto's letzter Weltgang. 17