Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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voraus, daß nach Verlauf einer Stunde der Arm ganz ſteif ſein werde.

Da überkam ihm neue Sorge. Wie ſollte er ſich mit ſteifem Arme, vielleicht abgeſchwächt durch den erlittenen Blutverluſt und durch Wundfieber, welches ſich trotz ſeiner Rieſennatur doch ein⸗ ſtellen konnte, aus dieſem ſelbſt gewählten Gefängniſſe befreien?

Es muß gehen, ſagte er ſich mit finſterer Entſchloſſenheit, ſo vieles Geld darf nicht verloren gehen.

Geld, Geld! Darum drehte ſich Fano's ganzer Gedanke, alles Andere trat vor dieſem einen Gedanken zurück. Er wollte ſein Ver⸗ ſprechen halten, um Geld zu gewinnen, und er wußte, ſein Auftrag⸗ geber würde ſein Verſprechen auch halten, hatte er doch ſchon Be⸗ weiſe davon.

Das ihm übergebene Kind war für ihn ein Kleinod von un⸗ ſchätzbarem Werthe, das mußte erhalten werden.

In dem Schutte der Hütte fraß das Feuer noch gierig fort, um den letzten Reſt des Brennbaren zu vernichten; es kniſterte und praſſelte noch immer, und bisweilen polterte Etwas, es mochte dieſes Geſtein ſein, welches ſich von der Wand löſ'te und in den Schutt fiel.

Fano glaubte auch Stimmen zu vernehmen, die ſich zuriefen, konnte aber nichts verſtehen. Nach einer Weile hörte er über ſich Schritte und daß da über ihm ein paar Leute ſprachen; da die Sprechenden in der Nähe des einen Luftloches ſtanden, ſo konnte er, der ſein Gehör anſtrengte, das Meiſte verſtehen, was die über ihm Befindlichen ſprachen.

Hier iſt nichts mehr zu finden! hörte er den Einen ſagen.

Ja, gewiß nicht, entgegnete ein Anderer mit rauher Stimme. Der Schurke, der Fano, hat ſich ſelbſt gebraten, damit er dem Teufel gleich mundrecht gemacht in der Hölle ankommt.

Ich hätté aber doch gern geſehen, wenn dieſer Teufel in Menſchengeſtalt lebendig in unſere Hände gefallen wäre. Es wäre eine Genugthuung für uns geweſen, den Fano im Triumphe ein⸗ zubringen und dann die Prämie einzuſtreichen, die auf ſeine Ge⸗ fangennahme geſetzt war.

Wir ſind aber darum gekommen. Solch' ein Teufel gönnt es uns nicht, daß wir etwas an ihm verdienten und ich hoffe, ſchon