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Kaum hatte er die letzten Worte geſprochen, als es plötzlich rechts und links, vor und hinter dem Wagen laut wurde, man ver⸗ nahm Fußtritte mehrerer Menſchen, gemiſcht mit Klirren.
„Da haben wir es!“ ſchrie der Kutſcher.„Die Teufelsbrut iſt doch da!“
Wie raſend begann er auf die Pferde loszuhauen, ſo daß ſie ausgriffen und den ſchweren Wagen in vollem Laufe den Berg hinan zu ſchleppen begannen.
Ddieſe Eile nützte aber jetzt nichts mehr, denn überall tauchten ſchon dunkle Geſtalten auf.
„Halt, halt!“ klang es von allen Seiten.
Ein Schuß krachte und die Kugel pfiff über den Wagen hinweg.
„Halt, oder es iſt Euer Tod!“ brüllte eine gewaltige Stimme.
Ein paar Männer hatten ſich auf die Pferde geworfen, hatten ſie an den Zügeln ergriffen und ſie ſo zum Stillſtehen gezwungen.
Ein Briganti war blitzſchnell auf den Tritt geſprungen, hatte mit kräftiger Fauſt den Poſtillon ergriffen, ihn vom Bocke herab⸗ geriſſen, ſo daß derſelbe zwiſchen die Räder ſtürzte.
Die anderen Brigantis drängten ſich um die Thüren des Wagens, durch deren Glasfenſter ſofort einige Mündungen der Ge⸗ wehre in das Innere des Wagens ſchauten, und zugleich eine drohende Stimme rief:
„Niemand rühre ſich, ſonſt geben wir Feuer und Alle ſeid Ihr des Todes!“
Schon hatte Albert nach ſeinen Piſtolen gegriffen und war auf⸗ gefahren, um ſich und ſeine Begleiterinnen zu vertheidigen, allein mit einem lauten Angſtſchreie ergriff Marja ſeinen Arm.
„Albert, Albert, um Gotteswillen!“ flehte ſie.
Albert erkannte auch ſofort ſelbſt, daß gegen dieſe Uebermacht keine Vertheidigung möglich war, daß der bloße Verſuch zum Wider⸗ ſtande ſeinen und vielleicht auch ſeiner Gefährtinnen Tod herbei⸗ führen mußte.— Knirſchend vor Grimm lehnte er ſich in den Wagen zurück und erwartete das Weitere.
„Seid Ihr Engländer?“ fragte eine Stimme.
„Nein, Franzoſen!“ entgegnete Albert.
„Iſt ganz gleich,“ war die Antwort des Briganti.„Steigt
aus, Signors.“


