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„Fano, Fano!“ murmelte Luigi ſinnend.
„Kennſt Du den Namen?“ fragte Albert haſtig.
„Ich habe ſeinen Namen gehört,“ entgegnete Luigi.„Seine Hütte lag dort drüben am Gebüſch. Sie iſt ausgebrannt, aber es ſtehen immer noch ein paar Mauern.— Doch, was iſt denn weiter geſchehen?“
„Nun,“ ſprach Albert weiter,„der Fano wurde hier ereilt, die Hütte iſt ausgebrannt, Fano ſoll mit verbrannt ſein, der geraubte Knabe aber ſoll erſchoſſen und ſeine Leiche auch verbrannt ſein.“
Immer geſpannter werdend, mit angehaltenem Athem und vor⸗ gebeugtem Haupte lauſchend, hatte Luigi Alberts Erzählung mit
ſteigender Aufmerkſamkeit zugehört, zuletzt war er dem Erzähler näher
getreten.
„Ein Knabe ſoll geraubt und dann erſchoſſen ſein?“ fragte er endlich mit vor Aufregung zitternder Stimme.
„Erſchoſſen? Verbrannt?“
„So iſt erzählt worden!“ entgegnete Albert.
„Erſchoſſen von Gensd'armen?“
„Allerdings!— Die Kugel hatte Fano gegolten und traf ſtatt ſeiner das unglückliche Kind.“
Luigi zuckte mit der Hand nach der Bruſt, als fühle er dort
plötzlich einen Schmerz, dann ſagte er:
„Was Ihr nicht Alles wißt!— Mir ſagte Matteo einige Male, daß ich als kleines Kind in großer Lebensgefahr geweſen ſei, eine Kugel habe mich getroffen. Hier iſt die Narbe noch!“
Mit raſcher Handbewegung riß er das Hemde auf ſeiner Bruſt auseinander und deutete auf eine an der Bruſt befindliche Narbe, die zwar ſtark verwachſen, aber doch noch ſichtbar genug war.
„Er iſt es!“ rief Marja.
„Ja, hier iſt keine Täuſchung möglich!“ ſtimmte Eugenie ein.
„Aber,“ ſagte Albert,„jenes Kind ſoll ja verbrannt ſein?“
„Matteo ſprach auch von Feuersgefahr,“ antwortete der junge Hirt.„Wie Alles gekommen iſt, das weiß ich nicht ſo genau, mag es Matteo erzählen.“
„Ja, ja, auf zu Matteo!“ rief Albert.
Er ließ ſich den Weg beſchreiben, reichte dann dem jungen Hirten die Hand und ſagte:


