222
Albert, dem es drängte, nun endlich zu einem beſtimmten Ziele zu kommen, fragte nochmals nach Geburtsort, Alter und nach den Eltern des Hirten, erhielt aber darauf nur die vorigen Antworten, ſo daß er ſich für überzeugt halten mußte, es ſei wirklich Alles ſo, wie der Jüngling ihm ſagte.
„Aber Verwandte mußt Du doch haben, mein Sohn?“ fragte Albert.
„Ich habe einen Vetter, der nennt ſich Matteo,“ entgegnete Luigi.
„Wo iſt dieſer?“ fragte Albert raſch weiter.
Luigi ſchaute den Fragenden an und zögerte einige Zeit mit der Antwort,— endlich deutete er ſeitwärts nach einer Richtung und ſagte:
„Dort hinter dem Hügel liegt ſein Haus.“
„Führe mich zu ihm,“ ſagte Albert raſch.„Ich will ihn ſprechen.“
Wieder ſah Luigi Albert groß an, dann aber ſagte er, daß er jetzt nicht von ſeiner Heerde fort dürfe, und wollten die fremden Herrſchaften den Matteo ſprechen, ſo müßten ſie ihn ſelbſt aufſuchen, wobei er aber auch nicht anzugeben wiſſe, ob der Geſuchte ſogleich zu treffen ſein werde, derſelbe könne auf dem Felde ſich befinden, oder über Land gegangen ſein, wo er am Ende erſt am anderen Tage, oder nach ein Paar Tagen zurückkehre.
„Und wenn ich eine ganze Woche auf den Matteo warten ſollte,“ rief Albert,„ſo will ich es doch thun, denn ich muß ihn ſprechen.— Wenn Du wilrklich nicht ſelbſt uns führen kannſt, ſo beſchreibe mir den Weg, daß wir nicht irre gehen.“
„Aber,“ ſagte der Jüngling,„ich denke, Ihr wollt nach Volturno?“
„Erſt will ich zum Matteo!“ erklärte Albert.
„Sagt mir aber doch erſt, was denn das iſt, was Euch zum Matteo treibt?“ fragte Luigi, deſſen Erſtaunen ſich mehrte.„Ich kann mir es nicht denken.“
„Licht will ich erhalten,“ antwortete Albert,„und zwar über Dich. Vor ſechszehn Jahren etwa verlor ein vornehmer Herr in dieſer Gegend ſeinen Sohn. Derſelbe war ihm geraubt worden, und ſeine Spur verfolgend, gelangte er in die Landſchaft, wo der Knabe ſich in den Händen eines gewiſſen Fano befinden ſollte.“
ſeiner d Lu plötzlich
Male, eine K
ausein die zw


