Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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Zweiundſechszigſtes Kapitel. Monte Chriſto's Abſchied.

Und die Vergangenheit liegt hinter mir, Ein neues Leben möge nun beginnen. Schiller.

Als Monte Chriſto aus ſeiner Betäubung erwachte, fand er ſich von ſeinen Freunden umgeben, auch Bertuccio, Ali und Pierre waren zugegen, und jetzt erfuhr der Graf, welcher Zufall die Ge⸗ fangennahme ſeines böſen Dämons herbeigeführt hatte.

Pierre war in einem Auftrage nach Livorno geſendet und hier hatte er am Tage vorher Benedetto entdeckt. Augenblicklich hatte er auch ſeine Verfolgung begonnen, doch ohne des Geſuchten hab⸗ haft werden zu können. Erſt am nächſten Morgen war es ihm gelungen, Benedetto wieder aufzufinden, im Augenblick, als dieſer ſich auf einer Barke eingeſchifft, welche ſogleich ſich in Gang ſetzte. Nun wollte der glückliche Zufall, daß Pierre den Führer der Barke kannte und er erſt eine Stunde vorher von ihm erfahren, er ſei gemiethet, eine kleine Geſellſchaft nach der Inſel Monte Chriſto zu bringen. Augenblicklich machte Pierre Anzeige bei dem franzöſiſchen Conſul, und ſeine Worte waren von ſolchem Erfolge, daß ſchon in nächſter Stunde zwei ſchnellſegelnde, wohlbemannte Barken ſich zur Verfolgung des gefährlichen Menſchen aufmachten. Glücklich war es ihnen dann auch gelungen, ſich der Gefährten Benedetto's und des Anführers ſelbſt zu bemächtigen. Sie waren im ſicheren Gewahrſam.

Ueber das Schickſal ſeines Kindes erfuhr Monte Chriſto nichts Beruhigendes, denn auch Lippi's Ausſage ſtimmte mit der Bene⸗ detto's dahin überein, daß das geraubte Kind in der Hütte Fano's ſeinen Untergang gefunden.

Das iſt das Opfer für Eduard Villefort, murmelte der Graf.

Von dieſem Augenblicke an war ſein Entſchluß gefaßt.

Die Hand des Todten. 32