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„Ich verlange dieſe Inſel von Dir mit Allem, was ſie enthält.“
Dieſe Inſel iſt längſt nicht mehr mein freies Eigenthum, ſie gehört Herrn Morell und ſeiner Gattin.“
„Wie Du dieſe entſchädigſt, iſt Deine Sache, ich verlange für Deines Kindes Haupt die Inſel mit ihren Schätzen.— Außerdem noch zehn Millionen.“
„Biſt Du von Sinnen?“
„Im Gegentheil bin ich vollkommen bei Vernunft,“ entgegnete Benedetto ſpöttiſch.
„Du willſt mich zum armen Manne machen.“
„Zum elenden obendrein,“ ſagte Benedetto mit kalter Ruhe.
Monte Chriſto ſtarrte den furchtbaren Mann an; Haidee, durch Benedetto's ſchreckliche Worte beſtürzt und zaghaft gemacht, ſuchte angſtvoll Schutz an des Grafen Seite.— Endlich nahm Monte Chriſto wieder das Wort und fragte:
„Weshalb verfolgſt Du mich mit ſolcher teufliſchen Wuth?“
„Die Todten von Paris ſenden mich,“ erwiderte Benedetto, die kalte Hand wieder emporhaltend.
„Welche Todten?“
„Mein Vater Villefort, den Du in teufliſcher Grauſamkeit ver⸗ folgteſt, ihn elend machteſt, zur Verzweiflung, zum Wahnſinn, zum Tode brachteſt.“
„Dein Vater, Elender, hat mich um die ſchönſten Jahre meines Lebens gebracht, indem er mich ſchuldlos lebendig in den Kerkern von If begrub, er iſt ferner ſchuld, daß mein Vater Hungers ſtarb. — Sollte ich ihn dafür ſegnen?“
„Dann hatteſt Du es mit ihm allein zu thun; aber Du machteſt ſeine Gattin zur Giftmiſchern.“
„Nicht ich, ihr böſes Herz that es.“
„Du biſt ſchuld an dem Tode meines Bruders Eduard!“ fuhr Benedetto fort.„Ich fordere ſein Leben von Dir.“
Monte Chriſto verſtummte. Benedetto hatte mit ſeiner letzten Anklage eine Wunde getroffen, die am meiſten brannte, denn ſtets hatte er ſich Eduard Villefort's Tod zum Vorwurf gemacht.
„Ich fordere das Leben meiner Schweſter Valentine Villefort von Dir!“ ſchrie Benedetto mit Donnerſtimme.„Auch ſie haſt Du Deiner teufliſchen Rache geopfert.“


