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Nachdem die Begrüßung vorüber war, erhielt der Graf auf ſeine Frage, welcher Zufall dieſe Geſellſchaft nach Monte Chriſto führe, die Aufklärung, daß ſie bereits zwei Tage ſich hier befänden, um einige Zeit auf dieſer ihnen von dem Grafen einſt zum Mit⸗ gebrauch überlaſſenen Inſel zu verbringen; ihr Fahrzeug, welches ſie hierher gebracht, ſei an dieſem Morgen nach Elba geſendet, dort noch einige Einkäufe für den Aufenthalt zu machen.
Monte Chriſto erinnerte ſich der Bedingung ſeines Beſtellers, daß er ihn allein erwarten ſolle, und war einigermaßen in Ver⸗ legenheit, ob er die Freunde bitten ſolle, ſich einſtweilen auf die Nacht zu begeben, doch kreuzte dieſe dem Befehle nach um die Inſel und war augenblicklich verſchwunden, ſo daß der Graf kein Mittel beſaß, ſie ſogleich herbeizurufen. Er begnügte ſich alſo, den Freun⸗ den zu erklären, daß er durch ein eigenthümliches Geſchäft veran⸗ laßt ſei, ſie zu bitten, ſich bis auf Weiteres in das Innerſte der Höhle zurückzuziehen und nicht eher zum Vorſchein zu kommen, bis er ſie aufſuchen werde. Morell und Valentine ſahen den Grafen zwar verwundert an, allein ſie weigerten ſich nicht und Morell ſagte:
„Herr Graf, wenn wir Sie ſtören, ſind wir bereit, die Inſel einſtweilen zu verlaſſen.“
„Nein, nein,“ entgegnete der Graf,„nicht ſo war es gemeint. Aber ich wünſche für die Unterredung, welche möglicher Weiſe folgen wird, keine Zeugen zu haben, und es iſt mir dieſes von dem, den ich erwarte, ſelbſt zur Bedingung gemacht.“
„Ich verſtehe,“ ſagte Morell.
Er ergriff wieder Noirtiers Arm und verſchwand mit dieſem und Valentinen im Hintergrunde der Höhle,
Monte Chriſto ſah ihnen trübe nach, dann ſetzte er ſich mit Haidee am Eingange der Grotte nieder, keiner der Gatten ſprach ein Wort, Haidee war ſtumm, Monte Chriſto ſtarrte hinab in die wogende See.
So ſaßen Beide länger als eine Stunde.
Endlich klangen Fußtritte.— Monte Chriſto ſchaute empor und ſah einen Mann der Höhle ſich nähern.— Er erkannte ihn augen⸗ blicklich.
„Benedetto!“ entfuhr es ihm.


