Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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Sechszigſtes Kapitel.

Der Kampf mit den Banditen.

Bei des Abends letzten Strahl Hallt Geſchrei und Schwerterklang, Weckt das Echo in dem Thal, Todesſeufzer ſtöhnend bang.

B.

Monte Chriſto und ſeine Begleiter hatten ihren Weg nur langſam fortgeſetzt, denn in jedem Orte, wohin ſie kamen, ſtellten ſie Nachforſchungen an, um ſich zu überzeugen, daß ſie auch der richtigen Spur folgten; bald waren auch Bertuccio oder Pierre

rechts oder links abgeſchweift, um da oder dort Erkundigungen ein⸗ zuziehen. Bisweilen hatten ſie wohl Andeutungen erhalten, welche

ſie vermuthen ließen, ſie befinden ſich auf der rechten Fährte, aber noch öfter zeigte ſich nicht das geringſte Anzeichen, und ſie mußten nur auf das Geradewohl weiter ziehen.

So kam es, daß ſie zur Zurücklegung einer Strecke, wozu ſie kaum ein und einen halben Tag nöthig gehabt hätten, ſechs Tage brauchten. Endlich erreichte Monte Chriſto Milana an der Straße nach Arpino, und hier ward ihm durch mehrere Perſonen die Nach⸗ richt, daß zwei Männer mit einem Kinde hier geſehen worden wären, und daß das Aeußere der Männer auf den Verdacht geführt hätte, ſie gehörten zu der Bande des Franzesko Fano.

Monte Chriſto forſchte zwar nach dem muthmaßlichen Aufent⸗ halte des Banditenchefs, aber in den Ortſchaften, welche er berührte, wollte auf ſolche Fragen Niemand Beſcheid wiſſen, da ihnen die Fragenden ſelbſt verdächtig vorkommen mochten und Alle im Falle eines Verraths die Rache der Banditen fürchteten, die ihre Agenten an jedem Orte hatten und in derartigen Sachen nicht lange ſpaßten.

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