Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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zu ſeiner Verwunderung verſchloſſen fand; er brach ſie haſtig mit einem Fußtritte auf und wandte ſich an die Saalthüre, wo es immer ſtärker pochte. Auch dieſe Thüre war geſperrt. Monte Chriſto ent⸗ riegelte ſie und Ali drang hinein, mit ſeinen Augen den Herrn ſuchend, und offenbar befriedigt, als er ihn in dem Zimmer ſtehen ſah. Auch Albert war bereits eingetreten.

Die wenigen Secunden hatten hingereicht, Monte Chriſto Ruhe und Faſſung zurückzugeben; er befahl mit kaltem Tone dem Neger, Licht zu bringen, und wandte ſich dann zu Albert.

Sind Sie im Schlafen geſtört worden, Albert? fragte er.

Allerdings, erwiderte Albert.Mir war es ſchon ſeit einiger Zeit, als hörte ich ſprechen, doch war ich viel zu müde und ſchlaf⸗ trunken, um darauf zu achten, dann aber weckte mich plötzlich ein lauter Ruf und ein Klirren völlig, und ich ſprang auf, fand aber die Thüre verſchloſſen.

Hatten Sie dieſelbe vielleicht geſchloſſen?

Nein, von innen geht das auch gar nicht. Was ſoll das bedeuten?

Ich hatte unbekannten Beſuch, lieber Albert; wahrſcheinlich war es jener Geronimo Salicetti, der uns ſchon auf offener Straße einen Schabernack ſpielen wollte.

Erkannten Sie ihn?

Nein, ich vermuthe es nur.

Was wollte er?

Was anders, lieber Albert, als was ſolche Subjecte gewöhn⸗ lich wollen, wenn ſie ungeladene Beſuche in Häuſern machen.

Albert verſtand, was der Graf meinte, und wunderte ſich nur, wie der Verwegene eingedrungen ſein könne, Monte Chriſto deutete auf die zum Balkon führende Thüre und erzählte, daß er dieſe Thüre wegen der Schwüle im Zimmer habe offen ſtehen laſſen, und da mittlerweile der Neger mit Licht gekommen war, ſchritten ſie ſogleich zur Unterſuchung des Zimmers.

Die Nachtlampe lag umgeworfen, die Glaskugel zerſchlagen und dies erklärte genügend das Verlöſchen; die ſilberne Glocke mit dem goldenen, mit werthvollen Steinen beſetzten Griff war verſchwunden, obgleich der Graf gewiß wußte, daß ſie auf dem Tiſche geſtanden, ehe er ſich niederlegte; eben ſo fehlte die prachtvolle Taſchenuhr nebſt