Teil eines Werkes 
2. Th. (1870)
Entstehung
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Aus dem vorderſten Wagen ſprang ein in wallendem, dunklen Mantel gehüllter Mann, ihm folgte ein zweiter; von dem Bocke ſchwang ſich ein Neger, einen blitzenden Säbel in der Hand. Ein Schuß blitzte und einer der Banditen ſtürzte mit zerſchmettertem Schädel nieder.

Einen Augenblick wichen die Angreifer überraſcht zurück; dann aber folgte ein lauter Wuthſchrei und die wilden Menſchen ſtürzten vorwärts, wie hungrige Wölfe auf ihre Beute.

Benedetto hatte den Mann im Mantel erkannt, es war das geſuchte Opfer. Er drang gegen ihn vor, ſeinen Hut tief in das Geſicht gedrückt.

Der Mann gehört mir, donnerte er ſeinen Genoſſen zu, auf den Grafen deutend.Bindet ihn! Mit den Andern macht, was Ihr wollt.

Die Banditen drangen auf den ihnen gezeigten Mann ein. Da erhob dieſer ſeine Stimme.

Zurück, Ihr Elenden! rief er mit Donnertone.Nieder mit Euch in den Staub! In dem Namen Luigi Vampa's nieder!

Der Mantel ſank und in vollem Mondenglanze ſtand Monte Chriſto vor den Banditen.

Nieder mit Euch! wiederholte der Graf ſeinen Befehl.Wagt Ihr es, Eure Hand an mich oder die Meinen zu legen?

Es bedurfte dieſes Befehls nicht, denn ſchon war der Graf erkannt.

Graf Monte Chriſto! tönte es von Mund zu Munde.

Einige der Banditen ſanken vor dem Furchtbaren auf die Knie nieder, Andere ſprangen zurück in ihre Schlupfwinkel, ſich dort vor ſeinen Alles durchbohrenden Blicken zu verbergen; von all' den wilden Männern hob ſich keine Hand mehr gegen den Grafen.

Benedetto ſtand bei dieſer plötzlichen Verwandlung todtenbleich und ſtarr vor Wuth. Lippi war beſtürzt zurückgewichen.

Wir haben verſpielt, Signor, flüſterte er Benedetto zu. Machen wir, daß wit fortkommen.

Er ergriff Benedetto's Arm, ihn mit fortzuziehen.

Nein, nein, ſchäumte Benedetto.D'rauf, Ihr Hunde, d'rauf!

Haltet Ihr ſo Eure Eide? D'rauf, oder Fluch auf Eure Häupterl

Niemand regte ſich, ſeinen Befehl zu befolgen.