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und darauf fußend, behauptete er, der Graf komme auf jeden Fall, denn er ſei ſtets gewohnt geweſen, ſeine erſten Beſtimmungen ſtreng einzuhalten, es möge nun dazwiſchen kommen, was das wolle.— Benedetto wußte das Nämliche, hatte ſelbſt Beweiſe davon geſehen und gab deshalb ſeinem Begleiter gern Recht.
Der Erfolg beſtätigte auch die Vermuthung. Von der in der Richtung auf Caſtellana aufgeſtellten Wache klang ein leiſes Signal herüber.
„Achtung!“ rief es hinter den Felſen.
Auf Augenblicke ward es lebendig, das Geſtrüpp kniſterte und raſchelte, Schritte tönten, die Banditen eilten, die ihnen zugewieſenen Poſten einzunehmen.
Von ferne klang das Rollen von Wagen auf dem ſteinigen Wege.— Flüchtig eilte Lippi nochmals über die Straße, nach den Poſten zu ſehen und kehrte dann zu Benedetto mit der Meldung zurück, daß Alles in Ordnung ſei.
Benedetto fühlte ſein Herz höher klopfen. Er überſchaute den Platz. Der Mond war aufgegangen und übergoß faſt mit Tageshelle die Gegend; die Felſenhäupter ſtarrten geſpenſtig hernieder, die dunklen Fichten zeichneten ſich ſcharf ab auf den mondbeglänzten, helleren Steinwänden, die Straße zog ſich als lichterer Streif dahin; aber ſie war öde, die ganze Landſchaft ſchien wie ausgeſtorben, kein Lufthauch, kein Laut regte ſich.— Näher und näher kam das Wagengeraſſel.
Mit angehaltenem Athem lauſchte Benedetto dieſem Tone; er war ihm wie die lieblichſte Muſik, denn er verkündigte ihm ja, daß der Augenblick nahe, wo er die Aufgabe ſeines Lebens erfüllen und ſei⸗ nen Durſt nach Rache befriedigen könne.— Sein Plan war gefaßt, Monte Chriſto ſollte leiden, furchtbar leiden, er ſollte alle Seelen⸗ qualen durchkoſten, die Benedetto nur erſinnen könne, aber tödten wollte er ihn nicht, nicht Vernichtung ſeines Lebens forderte er, den Körper wollte er ſchonen, aber dem Herzen, wenn der Graf eins hatte, der Seele alle möglichen Folterqualen zufügen; wollte dann der Gezüchtigte verzweifelnd die Hand an ſich ſelbſt legen, um des Da⸗ ſeins Qual zu entfliehen, ſo war es ſeine Sache.
Immer näher raſſelte das Wagengeräuſch. Benedetto ballte die Hände, ſein Auge blitzte, er fühlte ſein Hirn vor Ungeduld glühen, ſein Herz wollte ſich krampfhaft zuſammenziehen. Er glich dem Raub⸗


